Wer hätte gedacht, dass einer, der als Geflüchteter in Deutschland ankam, mal als Deutscher wahrgenommen wird? Und das auch noch als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller. Ich nicht. Das war schon ein Moment des Staunens, als ich das realisierte: Uwe Johnson (geb. 1934, gest. 1984) gilt als solcher: Selbst als Flüchtlingskind mit seinen Eltern damals… Skulptur eines Flüchtlings: Uwe Johnson weiterlesen
Autor: Elifcansu
Lehrerbildung | Inklusion | Friedenspädagogik | Theaterpädagogik |
Das Foto von der Kinderleiche am Strand
Ich finde es immer wieder interessant, wie die Inhalte einer Debatte zu ein und demselben Thema sich verschieben. Zunächst einmal geht es um das Geschehene – untermauert mit einem Bild. In diesem Fall war es das Bild mit einer Kinderleiche aus Syrien, dass leblos am Strand lag. Irgendwann kommen dann Kommentare, die Beschuldigungen und irgendwelche politischen Äußerungen… Das Foto von der Kinderleiche am Strand weiterlesen
Neugierde gegenüber dem Fremden
Wann hören Kinder auf neugierig zu sein? Was bedeutet es eigentlich, dass Kinder irgendwann aufhören die Eltern auszufragen? Wieso gilt „neugierig sein“ als nicht mehr ganz so positiv? Wie kann „Neugierde“ sublimiert werden? Katja Turtl, die Kostüm- und Bühnenbildnerin aus meinem letzten Artikel, erzählte nachher noch, dass sie früher auch mal Tagebücher schrieb. Aber dass sie sich… Neugierde gegenüber dem Fremden weiterlesen
Studieren ohne Gymnasium?
Gymnasium, Sport, Theaterunterricht, Stimmbildung, Klavier. Muss das Kind das alles auf einmal mitmachen? Oder geht es auch anders, kann man einem Kind seinen Raum zur Entfaltung zu geben? Am Beispiel eines Kurzportraits über Katja Turtl [1], einer Kostüm- und Bühnenbildnerin, wird deutlich, wie viel Potenzial Kinder in sich tragen, aus Alltagserfahrungen ihren Berufswunsch zu entwickeln – und… Studieren ohne Gymnasium? weiterlesen
Erinnerungskultur, oder Betroffenheitsrethorik?
Zwischen Betroffenheitsrethorik und Erinnerungskultur liegen Welten. Gleichzeitig aber auch lediglich ein schmaler Grat…
Kriegerinnen verstehen. Für den Frieden.
Da fragte sie mich, ob ich auch in den Krieg gezogen wäre. Wenn ich in Russland gelebt hätte. Gegen Deutschland. Unter Stalin. Ich weiß es nicht, antwortete ich. Je nachdem, wie ich aufgewachsen wäre. Je nachdem, wie ich sozialisiert worden wäre. Je nachdem, wie man mich behandelt hätte. Je nachdem, wie betroffen ich vielleicht wäre.… Kriegerinnen verstehen. Für den Frieden. weiterlesen
„Sie kamen, um zu gehen; sie blieben, wie sie kamen“
2013 … damals, als es das „Vielfalt“-Wort noch nicht gab… „Damals“, als ich über jene schrieb, die heute als Pioniere Deutschlands gelten. Jene, die das Land veränderten. Und „neudeutsche“ Kinder gebaren.
Ein neues Wort im Duden: Heimaten
Letzte Woche berichtete ich über den 5. Bundesfachkongress Interkultur in Mannheim. Am letzten Tag dieses Kongresses wurde ich gefragt, was denn Heimat für mich bedeute. Klar wurde ich das nicht zum ersten Mal gefragt. Lange wusste ich nicht, was ich darauf antworten soll. Irgendwann fühlte ich, dass ich mich genau DA beheimatet fühle, wo ich… Ein neues Wort im Duden: Heimaten weiterlesen