„Mama nach Deutschland holen“ – Frust und Ungeduld nach Erdbeben

Leverkusen: Suna Çataldeğirmen zeigt ein zerstörtes Haus ihrer Verwandtschaft in der vom Erdbeben betroffenen Provinz Kahramanmaraş. Foto: Henning Kaiser/dpa

Überall in Deutschland wollen türkischstämmige Familien ihre Verwandten aus dem Erdbebengebiet zu sich holen. Das gestaltet sich schwierig. In die Angst um die Lieben mischen sich auch Wut, Ungeduld und Unverständnis über hohe Hürden.

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Dritter Jahrestag Hanau: Leere Versprechen, noch weniger Umsetzung

Hanau: Boris Rhein (CDU, von links nach rechts), Ministerpräsident von Hessen, Claus Kaminsky (SPD), Oberbürgermeister von Hanau, und Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin, stehen auf dem Hanauer Hauptfriedhof zwischen Gräbern der beim rassistischen Anschlag getöteten Menschen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Im Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau hat der Oberbürgermeister der hessischen Stadt, Claus Kaminsky (SPD), zum Kampf gegen Hass, Rassismus und Hetze aufgerufen.

Von Aldi bis Poldi: Deutsche Unternehmen spenden nicht nur Millionen

Adıyaman: Rettungskräfte tragen Emine Murat, 40, zu einem Krankenwagen, nachdem sie sie fünf Tage nach dem Erdbeben geborgen haben. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

Die Erdbeben in der Türkei und Syrien haben viele Todesopfer gefordert und ein riesiges Gebiet in großen Teilen zerstört. Die Anteilnahme im In- und Ausland ist groß, insbesondere in Deutschland, wo sich viele Unternehmen an Spendenaktionen beteiligen.

Absurde Spende: Türkische Zentralbank gibt Steuergeld an Erdbebenopfer

Şahap Kavcıoğlu, Chef der Zentralbank, meldete sich telefonisch bei der Spendenaktion. Foto: Screenshot/ATV

Die türkische Regierung hat in einer Live-Sendung Spenden für die Provinzen gesammelt, die von Erdbeben betroffen sind. Die Spende der Zentralbank in Höhe von 30 Milliarden TL hat jedoch Kontroversen ausgelöst.

„Erdbeben-Diplomatie“: Wie die Katastrophe alte Feinde eint

In der Krise vereint: Mevlut Çavuşoğlu (r.), Außenminister der Türkei, und Ararat Mirzoyan, Außenminister von Armenien. Çavuşoğlu bedankte sich bei seinem Amtskollegen für dessen Solidaritätsbesuch in Ankara nach dem Erdbeben. Foto: Burhan Ozbilici/AP/dpa

Griechenland reagierte schnell und mit großer Anteilnahme auf das Erdbeben in der Türkei. Armenien leistete nach jahrelangen Feindseligkeiten Hilfe im Katastrophengebiet. Eine neue „Erdbeben-Diplomatie“ könnte den Weg in eine friedlichere Zukunft ebnen. 

Einstige Hotelbesitzerin im Interview: „Antakya? Existiert so gut wie nicht mehr“

Davor und danach: Das "Ranjous Otel" in der historischen Altstadt von Antakya ist nach den schweren Erdbeben in der Türkei nicht mehr wiederzuerkennen. Fotos: Gül Rencüs

Gül Rencüs lebt und arbeitet in der Provinz Hatay. Sie ist froh, noch am Leben zu sein, ihr Hotel ist aber bei der Erdbebenkatastrophe zerstört worden, genauso wie die Apotheke ihres Mannes. Wie sie die letzten Tage und insbesondere die ersten Stunden nach den Erdstößen erlebt hat, erzählte sie DTJ-Online.

Erdbebenopfer aus der Türkei: „Als Makler will ich nicht mehr arbeiten“

Auch Osmaniye gehört zu den von der Erdbebenkatastrophe betroffenen Gebieten. Der Immobilienmakler Tarık Seymen Alben war in der Nacht der Katastrophe vor Ort und hat dieses Foto aufgenommen. Es zeigt das zerstörte Nachbarhaus.

Tarık Seymen Alben aus Osmaniye ist für sein Leben geprägt. Der 33-jährige Immobilienmakler hat die Erdbeben der vergangenen Woche hautnah erlebt. Das Gebäude, in dem er wohnte, ist zwar nicht eingestürzt, „doch das Nachbarhaus stand plötzlich nicht mehr da“, sagt er erschüttert. Ob er jemals wieder als Makler arbeiten kann, steht in den Sternen. Seine… Erdbebenopfer aus der Türkei: „Als Makler will ich nicht mehr arbeiten“ weiterlesen

Lkw-Hilfen sorgen teils für Chaos in der Türkei: Was bei der Organisation zu beachten ist

So sollte es nicht ablaufen: Diese Aufnahme stammt von vergangener Woche und zeigt ein vom Erdbeben betroffenes Gebiet in der Türkei. Rechts und links der Straße sind Haufen von Hilfsgütern zu sehen, die von Lkw-Fahrern abgeladen wurden. Foto: Screenshot aus einem uns privat zur Verfügung gestellten Video

Nach den Erdbeben in der Türkei benötigen die Menschen vor Ort Nahrungsmittel, Hygieneartikel und vieles mehr. Türkischstämmige in Deutschland und weitere hilfsbereite Menschen, denen das Leid nahegeht, organisieren vielerorts eigenständig Lkw, die vollgepackt in die Katastrophengebiete fahren. Nicht immer wird dabei das türkische Konsulat informiert – und das hat teils gravierende Folgen.