Kavala-Prozess in der Türkei: Gericht legt Gezi- und Putschverfahren zusammen

Osman Kavala sitzt seit fast dreieinhalb Jahren in U-Haft und wartet weiter auf seine Verurteilung. Foto: dpa

Der inhaftierte Kulturförderer Osman Kavala steht künftig in einem Prozess wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Putschversuch 2016 und der Gezi-Proteste 2013 vor Gericht. Ein Istanbuler Gericht beschloss am Freitag die Zusammenlegung beider Verfahren. Unter anderem Oppositionspolitiker kritisierten die Entscheidung scharf. Ein Antrag der Anwälte des Angeklagten auf Freilassung wurde erneut abgelehnt.

Pressefreiheit unter Dauerbeschuss: Önderoğlu muss erneut vor Gericht

Neben Önderoğlu (r.) stehen die Chefin der Türkischen Ärztevereinigung, Şebnem Korur Fincancı, und der Autor Ahmet Nesin ebenfalls vor Gericht. Foto: @ExInt24

Der Prozess wegen Terrorpropaganda gegen den Türkei-Vertreter von „Reporter ohne Grenzen“, Erol Önderoğlu, und zwei weitere Angeklagte ist in Istanbul neu aufgerollt worden.

Boğaziçi-Demonstranten: Für Erdoğan „Terroristen“, für Bahçeli „Schlangen, die zertreten gehören“

Studenten halten Plakate während des Protestes gegen die Einsetzung eines neuen Rektors an der renommierten Boğaziçi-Universität. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein politischer Partner Devlet Bahçeli haben Studenten und Demonstranten im Zusammenhang mit den Protesten an der Boğaziçi-Universität in Istanbul erneut scharf angegriffen.

Rohingya-Flüchtlinge zum Putsch in Myanmar: „Ein Fluch von Allah“

Archivfoto: Eine Gruppe von Rohingya-Flüchtlingen geht an Bord eines Marineschiffs, um auf die Insel Bhasan Char umgesiedelt zu werden. Die Behörden entsendeten eine dritte Gruppe von Flüchtlingen auf die Insel, obwohl Menschenrechtler den Stopp der Umsiedlung fordern. Foto: Azim Aunon/AP/dpa

Nach dem Militärputsch in Myanmar haben etliche Rohingya-Flüchtlinge in den weltgrößten Flüchtlingslagern im Nachbarland Bangladesch die Sorge, dass sich ihre Rückkehr in ihre Heimat weiter verzögert.

Verschwundener Küçüközyiğit: Amnesty fordert Untersuchung und Aufklärung

Küçüközyiğit arbeitete lange Jahre als Rechtsberater des Premierministeriums unter anderem für Abdullah Gül. Foto: Boldmedya

Entführungen und das plötzliche Verschwinden von Oppositionellen und Kritikern waren in der Türkei der 90er Jahre an der Tagesordnung. Diese Zeiten kehren nun offenbar zurück. Jüngst verschwand ein ehemaliger Rechtsberater des türkischen Premierministeriums, der per Dekret entlassen und verurteilt worden war.

Vorzeitige Abberufung von Richtern: Türkei zu Stellungnahme aufgefordert

Die Richter und Staatsanwälte wurden vom Rat der Richter und Staatsanwälte abberufen. Der Vorsitzende ist der Justizminister. De Facto wird die Behörde vom stellvertretenden Vorsitzenden Mehmet Yılmaz geleitet. Foto: HSK

Die Türkei muss sich wegen der vorzeitigen Beendigung der Mandate von 169 Richtern den Fragen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stellen.

Ausreisesperre gegen acht Angeklagte im Gezi-Prozess

Archivfoto: Zwei türkische Flaggen flankieren eine Fahne, auf der Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk zu sehen ist. Aufgenommen wurde das Foto am 15. Juni 2013 im Gezi-Park zu Istanbul. Foto: dpa

Ein Istanbuler Gericht hat Ausreisesperren gegen acht Angeklagte im sogenannten Gezi-Prozess verhängt. 

Berkin Elvan: Opposition kritisiert Prozess um jüngstes Gezi-Opfer

Berkin Elvan war im Juni 2013 am Rande der Gezi-Proteste von einer Tränengaskartusche tödlich am Kopf verletzt worden. Foto: privat

Berkin Elvans Mörder sind Polizisten. Die Staatsanwaltschaft fordert für sie jetzt sieben Jahre Haft wegen Fahrlässigkeit. Eine vorsätzliche Tötung sehen sie nicht. Das sorgt für Kritik.