Kampf gegen Dissidenten: Interpol sperrt Türkei für Nutzung seiner Passdatenbank

Hinter Stacheldraht: Nach dem gescheiterten Putsch von 2016 wurden mutmaßliche Gülen-Anhänger:innen weltweit verfolgt – auch via Interpol. Foto: Engin Akyurt/Unsplash

Interpol hat den Zugang der Türkei zur Datenbank über verlorene und gestohlene Pässe vorübergehend ausgesetzt. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem bekannt wurde, dass die Türkei Systeme der internationalen Polizeiorganisation nutzt, um im Ausland lebende Dissidenten zu verfolgen.

Türkischer Menschenrechtsanwalt Can Atalay verliert Mandat

Can Atalay's leerer Stuhl im Parlament: Die Aberkennung seines Mandats löst Proteste aus. Foto: Dem Parti

Dem inhaftierten türkischen Menschenrechtsanwalt Can Atalay ist das Mandat im Parlament entzogen worden. Atalay, bislang Abgeordneter der Provinz Hatay, verlor aufgrund eines rechtskräftigen Urteils sein Mandat. Die Entscheidung wurde in Abwesenheit Atalays im Parlament in Ankara verlesen. Die Details.

Neue Fotos setzen Israel weiter unter Druck – Zahl der Toten in Gaza steigt auf mehr als 18.200

11.12.2023, Palästinensische Gebiete, Chan Junis: Palästinenser trauern vor einer Leichenhalle um Angehörige, die bei einem israelischen Bombardement des Gazastreifens ums Leben kamen. Foto: Mohammed Dahman/AP

Der EU-Außenbeauftragte hat die Situation im Gazastreifen als apokalyptisch bezeichnet. Die Zerstörung von Gebäuden durch die israelischen Angriffe entspreche der in deutschen Städten im Zweiten Weltkrieg oder sei sogar noch größer, sagte er nach einem EU-Außenministertreffen in Brüssel.

Erdoğan feuert gegen Westen – Bundesregierung stellt sich auf schwierigen Besuch ein

Im Fokus: Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkei, traf vor rund einem Jahr Bundeskanzler Scholz bei einem bilateralen Gespräch beim G20-Gipfel. Foto: Christoph Soeder/dpa

Besuche des türkischen Präsidenten in Deutschland waren in jüngster Zeit nie einfach. Jetzt erschwert seine Haltung zu Israel die Gespräche am Freitag. Die Erwartungen an den Kanzler steigen.

Anti-israelische Demonstrationen in Istanbul halten an

Istanbul: Ein Demonstrant hält eine rot gefärbte Puppe während einer Demonstration vor dem US-Konsulat hoch, um seine Solidarität mit den Palästinensern zu zeigen. Der Slogan "Kindermörder Israel" ist in einigen muslimischen Kreisen weitverbreitet. Foto: Emrah Gürel/AP/dpa

In Istanbul ist es gestern erneut zu anti-israelischen Protesten gekommen. Zuvor hatten Demonstranten versucht, das israelische Konsulat zu stürmen. Auslöser der jüngsten Ausschreitungen war wohl die Bombardierung eines Krankenhauses in Gaza.

Aydın Aydoğan wurde gefoltert – und wartet noch immer auf Gerechtigkeit

Folter ist in der Türkei leider keine Seltenheit. Besonders nach dem Putschversuch vom Juli 2016 verschärften sich die Repressionen gegen Inhaftierte und Verfolgte. Foto: Jez Timms / Unsplash

Sechs türkische Polizeibeamte stehen erneut im Fokus, nachdem das Verfassungsgericht feststellte, dass sie gegen das Folterverbot verstoßen hatten. Ein späterer Bericht soll zugunsten der Täter geschönt worden sein.

Verhaftungen in der Türkei: Drei Monate junges Baby Enis muss ohne Eltern aufwachsen

Der kleine Enis muss mit nur drei Monaten ohne seine Eltern klarkommen. Die türkische Regierung geht in der Gülen-Causa nach wie vor über Leichen. Foto: DTJ

Spätestens seit dem Putschversuch im Juli 2016 betreibt die türkische Regierung eine systematische Verfolgung der Gülen-Bewegung, die in ihren Strukturen längst zerschlagen ist. Noch immer werden aber tatsächliche oder vermeintliche Sympathisanten oder Anhänger verhaftet, zu oft werden Kinder und sogar Neugeborene in Mitleidenschaft gezogen.