Wegen Auslieferungen an die Türkei: Haftstrafe für Ex-Geheimdienstchef des Kosovo

Türkische Behörden ließen die Entführten (Kahraman Demirez, Mustafa Erdem, Hasan Hüseyin Günakan, Yusuf Karabina, Osman Karakaya und Cihan Özkan) nach der Entführung vor der türkischen Flagge fotografieren. Foto: MIT

Im Kosovo wurde der ehemalige Geheimdienstchef Driton Gaşi für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, sechs türkische Staatsbürger heimlich an den türkischen Geheimdienst MİT ausgeliefert zu haben. Der Tatbestand: Amtsmissbrauch.

EU und die Türkei: Ist eine Annäherung wirklich in greifbarer Nähe?

Flaggen der Europäischen Union wehen im Wind vor dem Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Europäischen Kommission. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Nach der Lösung der Krise um Schwedens NATO-Mitgliedschaft sprechen plötzlich viele von einer Annäherung der EU und der Türkei. Werden womöglich sogar die EU-Türkei-Beitrittsverhandlungen reanimiert, wie es jüngst der türkische Präsident forderte?

Deutlich mehr Asylanträge aus der Türkei als 2021

Archivfoto: Ein Schriftzug ist am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF in Wilmersdorf zu sehen. Foto: Jens Kalaene/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Jahr 2022 stellten rund eine Million Menschen Asylanträge in EU-Ländern. Deutschland erhielt die meisten Anträge, gefolgt von Frankreich und Spanien. Die Türkei war eines der Hauptursprungsländer.

Tausende protestieren in Straßburg für mehr Gerechtigkeit in der Türkei

Proteste in Straßburg vor dem EGMR für Gerechtigkeit in der Türkei, Quelle: Bold

Tausende Aktivisten haben am Dienstag vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg protestiert. Sie fordern den EGMR sowie den Europarat auf, endlich konsequenter gegen die Rechtsverstöße in der Türkei vorzugehen. Besonders im Fokus: die Rechtsverstöße der Erdoğan-Regierung in den Fällen von Osman Kavala, Selahattin Demirtaş und den seit dem Putschversuch inhaftierten politischen Häftlingen, die… Tausende protestieren in Straßburg für mehr Gerechtigkeit in der Türkei weiterlesen

Frachter rettet 68 Menschen aus Seenot

Griechenland, Kalamata: Der syrische Überlebende Fedi (r) ist einer von 104 Menschen, der letzte Woche nach einem Bootsunglück aus den Gewässern südwestlich von Griechenland gerettet wurde. Foto: John Liakos/InTime/AP/dpa

Menschen versuchen oft über die Türkei und Nordafrika, illegal in die EU zu gelangen. Unglücke sind dabei keine Seltenheit. Letzte Woche ertranken hunderte Menschen vor der griechischen Küste. Nun konnten viele nach einem Unglück gerettet werden.

Sara Mardini: Menschenretterin drohen 25 Jahre Haft

Archivfoto: Nachdem sie bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ihr Schlauchboot ans Ufer ziehen musste, wurde Sara Mardini weltberühmt. Foto: Zamarin Wahdat/DOCDAYS Productions/SWR/Arte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Sara Mardini ist in Syrien Profischwimmerin. Sie flieht mit ihrer Schwester 2015 vor dem Krieg über das Mittelmeer. Sie retten sich und 18 weitere vor dem Ertrinken. Später wird sie als Flüchtlingshelferin verhaftet. Eine Arte-Doku über moralische Pflicht und humanitäre Not.

Erzbischof kritisiert Umgang mit Flüchtlingen scharf

Archivfoto: Erzbischof Stefan Heße spricht während einer Pressekonferenz im Erzbischöflichen Generalvikariat am Mariendom. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Erzbischof Stefan Heße kritisiert den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und Europa. Migration solle stärker als politische Gestaltungsaufgabe betrachtet werden, so Heße. Auch die europäischen Reformpläne für das Asylsystem stoßen auf Besorgnis.