Israelischer Srebrenica-Leugner bekommt doch kein Bundesverdienstkreuz

Archivfoto: Der Historiker Gideon Greif steht im Verhandlungssaal beim Prozess gegen den früheren Auschwitz-Wachmann Hanning. Foto: Friso Gentsch/dpa Pool/dpa

Der israelische Historiker Gideon Greif erhält nun doch nicht das Bundesverdienstkreuz. Die ursprünglich geplante Ehrung des wegen pro-serbischer Aktivitäten umstrittenen Wissenschaftlers hatte für Irritationen gesorgt – vor allem in Bosnien-Herzegowina.

Kalligraphie wird Unesco-Weltkulturerbe

Kalligraphie wurde als UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Foto: Paradigm Visuals / Unsplash

Der Unesco-Ausschuss hat 22 Formen von überliefertem Wissen und Können in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Darunter Stickereikunst aus Palästina und Hüsn-ü Hat, die traditionelle Kalligraphie der Türkei.

Corona-Impfforschung kann vor neuen Pandemien schützen

Am Corona-Impfstoff Turkovac wird u.a. an der Erciyes-Universität in Kayseri geforscht. Foto: tuseb.gov.tr

An mehr als 100 Corona-Impfstoffen wird aktuell geforscht. Übertrieben? Nein, sagt die Wissenschaft. Denn es ist noch viel zu tun. Die Forschung in Ländern wie Deutschland oder der Türkei könnte die Welt vor der nächsten Katastrophe retten.

Fast 60 Jahre nach Mord an Malcolm X: Zwei Schuldsprüche aufgehoben

New York: Muhammad Aziz (M) steht mit Mitgliedern seiner Familie vor dem Gerichtsgebäude, nachdem seine Verurteilung wegen der Ermordung von Malcolm X aufgehoben wurde. Foto: Seth Wenig/AP/dpa

Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Tod des muslimischen US-Bürgerrechtlers Malcolm X sind die Schuldsprüche gegen zwei Männer, die im Zusammenhang mit seiner Ermordung verurteilt worden waren, wieder aufgehoben worden.

Aufschrei in Bosnien: Bundesverdienstkreuz für Srebrenica-Leugner

"Die Verleihung des Verdienstordens an den israelischen Historiker Gideon Greif wird in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt derzeit einer neuerlichen Prüfung unterzogen", hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Foto: Lukas Barth / Staatsministerium Baden-Württemberg

Die geplante Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an einen umstrittenen pro-serbischen Historiker aus Israel hat in Bosnien-Herzegowina für Irritationen gesorgt. Die Hintergründe.

„Wenn Bäume sprechen könnten“: Neuer Roman von Elif Shafak

Archivfoto: In ihrem neuen Roman "Das Flüstern der Feigenbäume" nimmt die Autorin Elif Shafak den emotionalen Aspekt des Zypern-Konflikts in den Fokus. Das Buch erscheint im Verlag Kein & Aber. Foto: Ferhatelik/Verlag Kein & Aber/dpa

In ihrem neuen Roman „Das Flüstern der Feigenbäume“ nimmt die Autorin Elif Shafak den emotionalen Aspekt des Zypern-Konflikts in den Fokus. Das Buch ist eine Abhandlung der Frage, wie uns Trauma prägen und wie und ob sie von Generation zu Generation weitergegeben werden können – verpackt in eine Familiengeschichte. 

Wie die „Gastarbeiter“ der ersten Stunde Deutschland erlebten

Duisburg: Selahattin Civelek (l.), 71 Jahre, Gastarbeiter seit 1973, und Şerafettin Tüzün (r.), 81 Jahre, seit 1964 in Deutschland, sitzen auf dem Sofa. In der Mitte steht Saadettin Tüzün. Foto: Federico Gambarini/dpa

Sie kamen nur mit dem Allernötigsten – über das Anwerbeabkommen mit der Türkei vom Oktober 1961. Die „Gastarbeiter“ nahmen harte Arbeit und karge Umstände hin. Zwei von ihnen berichten von guten Löhnen, sozialer Isolation – und „dreckiger Arbeit“.

Migration, Massaker und Spaltung: Frankreichs koloniales Erbe

Hunderte Muslime beten im Pariser Vorort Clichy la Garenne vor dem Rathaus auf der Straße. Sie Protestierten damit gegen die Schließung eines Gebetsraums und für den Bau einer Moschee in ihrer Stadt, die einen großen muslimischen Bevölkerungsanteil hat. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Als Algerier in Frankreich 1961 gegen eine Ausgangssperre demonstrieren, werden Tausende festgenommen, etliche getötet. Sechzig Jahre später wird das Massaker nicht mehr verschwiegen. An anderer Stelle ist das koloniale Erbe Frankreichs aber weiterhin umstritten.