„Sie gründen ihr eigenes Baath-Regime“

epa05611019 Today's edition of Cumhuriyet newspaper left over a desk in front of the headquarter of Cumhuriyet daily newspaper in Istanbul, Turkey, 31 October 2016. Turkish police detained the editor-in-chief Murat Sabuncu, columnist Hikmet Cetinkaya of the opposition newspaper Cumhuriyet in Istanbul and 13 arrest warrants have been issued for journalists and executives during an police operation. EPA/SEDAT SUNA +++(c) dpa - Bildfunk+++

Im Ausnahmezustand hat die türkische Regierung zahlreiche kritische Medien schließen lassen. Eine der wenigen verbliebenen kritischen Stimmen ist die „Cumhuriyet“ – bislang. Nun werden ihr Chefredakteur und zahlreiche Mitarbeiter festgenommen.

Cumhuriyet erhält den Alternativen Nobelpreis

Die regierungskritische türkische Tageszeitung wurde mit dem „Alternativen Nobelpreis“ ausgezeichnet. Sie soll damit für ihren investigativen Journalismus angesichts staatlicher Repression geehrt werden. Das Timing ist hoch aktuell: Erst gestern hat der zweite Prozess gegen ihren ehemaligen Chefredakteur Can Dündar und Hauptstadtbüroleiter Erdem Gül begonnen.

Can Dündar hält sich aus Angst um sein Leben im Ausland auf

ARCHIV - Der türkische Journalist und Chefredakteur der türkischen Zeitung «Cumhuriyet», Can Dündar, spricht am 24.06.2016 in Berlin in den Räumen der Organisation Reporter ohne Grenzen zu den Medienvertretern. Dündar erhält am 08.07.2016 in Hamburg den «Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen» der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der türkische Journalist Can Dündar ist im Ausland, anscheinend aus Angst um sein Leben. Manche seiner Kollegen befürchten eine Welle von Anklagen. Dies hat der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes bei einer Türkei-Reise erfahren.

Hamburg: Can Dündar erhält „Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen“

Presse- und Meinungsfreiheit sind Grundvoraussetzungen für die Arbeit von Journalisten, aber nicht in allen Ländern selbstverständlich. Für seinen mutigen Kampf hierfür in der Türkei wird der Cumhuriyet-Chefredakteur Can Dündar geehrt – von Journalisten in Deutschland.

Wegen Panama Papers: Morddrohungen in der Türkei

epa05243288 A company signboard is seen outside the Hong Kong offices of Panama-headquartered law firm Mossack Fonseca, Hong Kong, China, 04 April 2016. Millions of leaked documents published on 03 April 2016 suggest that 140 politicians and officials from around the globe, including 72 former and current world leaders, have connections with secret 'offshore' companies to escape tax scrutiny in their countries. The leak involves 11.5 million documents from one of the world's largest offshore law firms, Mossack Fonseca, based in Panama. The investigation dubbed 'The Panama Papers' was undertaken and headed by German newspaper Sueddeutsche Zeitung and Washington-based International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ), with the collaboration of reporters from more than 100 media outlets in 78 countries around the world. EPA/ALEX HOFFORD +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die türkische Tageszeitung Cumhuriyet steckt wieder in Schwierigkeiten. Redakteure des kemalistisch-sozialdemokratisch orientierten Blattes erhielten offenbar Morddrohungen von einem der (einfluss-)reichsten türkischen Geschäftsmänner persönlich. Was war passiert? Cumhuriyet ist die einzige türkische Zeitung, die Zugang zu den Panama Papers hat, dem 2,6 Terrabyte großen Datensatz, den mehrere internationale Medien Anfang April mit einem Paukenschlag veröffentlichten. Er enthält über… Wegen Panama Papers: Morddrohungen in der Türkei weiterlesen