Türkei: „Opposition“ macht Erdoğan weiter das Leben leicht

24.07.2020, Türkei, Istanbul: Ein Mann, der in eine türkische Flagge gehüllt ist, steht nach dem ersten Freitagsgebet in der Hagia Sophia-Moschee im historischen Sultanahmet-Viertel. In Istanbul haben nach Schätzungen Zehntausende an den Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee teilgenommen. Auch Präsident Recep Tayyip Erdoğan und weitere hochrangige türkische Politiker kamen zum ersten Freitagsgebet seit der Umwandlung in das ehemalige Museum. Foto: Yasin Akgul/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In der Türkei hat es seinerzeit mal eine Opposition gegeben. Die scheint mittlerweile völlig in den Schlafmodus gewechselt zu sein. Dabei glaubt sie nach wie vor an eine Machtübernahme in der Türkei, zumindest nach eigenen Angaben. Doch wie oppositionell ist die türkische Opposition noch?

Hagia Sophia: Erdoğan zerstreut Bedenken der Kritiker

Die Hagia Sophia im Zentrum Istanbuls

Die Entscheidung ist gefallen, die Hagia Sophia wird wieder eine Moschee. Bei ausländischen Vertretern ruft dies besorgte und teils unbegründete Reaktionen hervor. Währenddessen schreitet der Umwandlungsprozess weiter voran.

Hagia Sophia: Museum oder Moschee? Dieses Mal scheint es ernst

Ein architektonisches Meisterwerk: Die berühmte Istanbuler Hagia Sophia in der Morgendämmerung

Kirche, Moschee und dann Museum – die Hagia Sophia ist eines der bedeutendsten und historisch wechselvollsten Bauwerke Istanbuls. Immer wieder gibt es in der Türkei Forderungen, sie wieder in eine Moschee umzuwandeln. Diesmal scheint es ernst zu sein. Der Ärger ist vorprogrammiert.

Muss die osmanische Frühgeschichte neu geschrieben werden?

Ein Gemälde von Arif Paşa, das Osman Gazi, den Gründer des nach ihm benannten Osmanischen Reiches, und zwei Bedienstete darstellen soll.

Das Osmanische Reich existierte von etwa 1300 bis 1922 und war in seiner Glanzzeit im 15. und 16. Jahrhundert eines der stärksten Mächte der Welt. Noch heute blicken viele Türken mit Stolz auf die osmanische Geschichte. Ein Teil von ihr muss womöglich neu geschrieben werden, sollte sich die These eines Historikers als wahr herausstellen.

Syrien erkennt Massaker an Armeniern als Völkermord an

04.02.2020, Türkei, Ankara: Mevlüt Cavuşoğlu, Außenminister der Türkei, spricht bei einer Pressekonferenz. Angesichts der Eskalation im Nordwesten Syriens hat der türkische Außenminister Russland dazu aufgerufen, die "Aggression" der Regierung in Damaskus zu stoppen. Foto: -/Pool Turkish Foreign Ministry/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Überraschung in Damaskus: Das syrische Parlament hat die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord anerkannt. In einer Resolution kritisierten die Abgeordneten „alle Versuche, dieses Verbrechen zu leugnen und die historischen Fakten zu verfälschen“, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag meldete. Während des Ersten Weltkrieges waren Armenier systematisch… Syrien erkennt Massaker an Armeniern als Völkermord an weiterlesen

Dersim 38: Ein Massaker, das bis heute schmerzt

Zum Jahrestag der Ereignisse von Dersim kommt es in der Türkei immer wieder zu Kundgebungen und Protesten. Dieses Bild entstand vor wenigen Jahren in Istanbul.

Die Türkei ist ein junger Staat, gegründet, als das einst große Reich der Osmanen unterging. Mustafa Kemal Pascha, besser bekannt als Atatürk, führte das türkische Volk hinaus aus dem Sultanat hinein in die neue Zeit. Als der „Vater der Türken“ am 29. Oktober 1923 im Parlament die Republik ausrief, begann das Zeitalter der heutigen Türkei.… Dersim 38: Ein Massaker, das bis heute schmerzt weiterlesen

Menschenrechte in der Türkei: Nie besonders wichtig

"Menschenrechte statt rechte Menschen" - Foto: pixabay

Heute ist Internationaler Tag der Menschenrechte. Sie haben in den letzten Jahrzehnten eine wechselvolle Geschichte durchlebt. In der Türkei hingegen spiel(t)en sie wenn überhaupt auf dem Papier eine Rolle. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Auch in Deutschland nehmen die Probleme zu. Ein Gastbeitrag von Ercan Karakoyun.

Gibt es bald ein Denkmal für türkische Gastarbeiter?

Archivfoto: Ein Gastarbeiter im VW-Werk Salzgitter beim Motorenbau. Bundesarchiv, B 145 Bild-F040736-0016 / Schaack, Lothar / CC-BY-SA 3.0

Zur Würdigung der Menschen, die ab den 50er Jahren als damals so bezeichnete Gastarbeiter nach Deutschland kamen, hat die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering, ein Denkmal gefordert. Die SPD-Politikerin hob die Leistungen dieser Arbeitsmigranten für das Wirtschaftswachstum und den steigenden Wohlstand der damals noch jungen Bundesrepublik hervor. Ohne jene Menschen, die etwa aus Griechenland,… Gibt es bald ein Denkmal für türkische Gastarbeiter? weiterlesen