Am Dienstag wird Premierminister Erdoğan in Berlin wieder zu seinen türkischen Landsleuten sprechen. Es ist seine insgesamt dritte Rede als Premierminister in Deutschland. Mit Spannung wird erwartet, was er sagen wird.
In der Großen Koalition gerät mehr und mehr jener „Ohne-uns“-Nationalpazifismus unter Beschuss, der beispielsweise die Politik der FDP-Außenminister prägte. Die Regierung verliert in Militärfragen zunehmend die Angst vor der Linkspartei. (Foto: dpa)
Mut ist eine in der Politik selten anzutreffende Tugend. Wer Mut hat, traut sich etwas, was andere vielleicht nicht machen würden, weil es mit einem gewissen Risiko verbunden ist.
Es ist kein Kampf gegen äußere oder innere Feinde, den Premierminister Erdoğan derzeit führt. Es ist der Kampf seiner selbstgeschaffenen Post-2011er-AKP gegen das, was diese Partei über Jahre hinweg groß gemacht hatte. (Foto: dha)
Eine Krise erschüttert die Türkei. Der anfängliche Korruptionsskandal weitete sich zur Staatskrise aus. Erdoğan ist nicht Teil der Lösung. Das eigentliche Problem ist er aber auch nicht. Dieses sitzt tiefer in der türkischen Gesellschaft.
Die Erregung über amerikanische Abhörmethoden hält in Deutschland an. Die mit Spannung erwartete Rede von Präsident Obama brachte keine Wende. Lediglich die Kanzlerin kann sich einigermaßen sicher sein, nicht länger belauscht zu werden.
Akademiker zu sein bedeutet heute nicht automatisch, dass man direkt eine feste Stelle bekommt und gut verdient. Nahezu jeder zehnte Akademiker verdiente 2012 nicht mehr als 9,30 € brutto in der Stunde. Bei Frauen liegt die Quote noch höher. (Foto: dpa)
Viele befürchten, Erdoğan könnte seine Landsleute um die Demokratie ärmer machen – niemand sieht, dass er uns um eine Erfahrung reicher macht. Eine Erfahrung, die eine Voraussetzung für echte Demokratie ist. (Foto: iha)