Ein türkisches Gericht hat am Montagabend die Verhaftung von acht Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Bergwerkunglück von Soma angeordnet. Ihnen wird zur Last gelegt, „mehrere Todesfälle verursacht“ zu haben. Am Montag wurde das letzte der insgesamt 301 Todesopfer der Katastrophe beerdigt. Unter den Inhaftierten befinden sich unter anderem Ramazan Doğru, der Generalmanager der Kohlebergbaugesellschaft Soma… Soma: Acht der Verdächtigen bleiben in Haft weiterlesen
Schlagwort: Bergwerkunglück in der Türkei
Das tragische Bergwerkunglück in der Türkei mit mehr als 300 Toten hat auf der ganzen Welt Hilfsbereitschaft und Solidarität hervorgerufen. Ein Beispiel hierfür ist Aserbaidschan, ein Nachbarland der Türkei. Die Abgeordneten des Landes haben einen Teil ihres Monatseinkommens für Soma gespendet.
Im aserbaidschanischen Parlament hat mit einer Initiative der Abgeordneten Ganira Pashayeva diese Solidaritätsdemonstration mit dem trauernden Nachbarland Türkei begonnen. Die Abgeordnete kündigte an, einen Teil ihres Monatsgehalts für die Opfer von Soma zu spenden und hofft auf die Beteiligung aller Abgeordneten. Pashayeva äußert sich auf ihrer Internetseite hierzu wie folgt: „Um den Hinterbliebenen in Soma zu helfen, habe ich einen Teil meines Gehaltes gespendet. Einige Abgeordnete sind meinem Beispiel gefolgt. In kurzer Zeit werden sich auch andere Abgeordnete uns anschließen. Um Soma zu unterstützen, bitte ich alle Freunde, zur Hilfskampagne beizusteuern.“
Auch die Rothalbmondgesellschaft von Aserbaidschan hat für Soma eine Hilfskampagne gestartet. Sie wird auch die Übergabe der Hilfsgüter an die Empfänger in der vom Bergwerkunglück betroffenen Stadt koordinieren.
Solidarität mit Soma: CHP-Abgeordnete ruft zu Mandatsniederlegung auf
Die Istanbuler Abgeordnete der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (Cumhuriyet Halk Partisi; CHP), Sabahat Akkiraz, hat zu einer Massenniederlegung von Parlamentsmandaten in Solidarität mit den Menschen in Soma infolge des schlimmsten Bergwerkunglücks in der türkischen Geschichte aufgerufen. Akkiraz habe sich mit dem CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu am letzten Donnerstag getroffen und ihm eine Petition zum Rücktritt als Abgeordneter… Solidarität mit Soma: CHP-Abgeordnete ruft zu Mandatsniederlegung auf weiterlesen
Aufgrund des schweren Bergwerkunglücks von Soma mit mehr als 300 Toten sind die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen im türkischen Bergbau in der Diskussion.
Jetzt stellte sich heraus, dass die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization) seit 19 Jahren darauf wartet, dass die Türkei den Vertrag für Sicherheit und Gesundheitsschutz im Bergbau unterschreibt.
Zuletzt gab es 2010 eine Diskussion über die Unterzeichnung des Vertrags, nachdem bei einem Bergwerkunglück in Zonguldak insgesamt 29 Menschen starben.
Aufgrund der hohen Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderung bringt der Vertrag viel Verantwortung für den Staat und die Minenarbeiter mit sich. Warum aber die Türkei diesen bis jetzt nicht unterschrieben hat, ist offen. Unter den 28 Unterzeichnern des Vertrages befinden sich Länder wie Brasilien, Deutschland, Russland und Simbabwe.
Soma: 25 Verdächtige festgenommen
Nach dem Grubenunglück im türkischen Soma ist Haftbefehl gegen fünf Mitarbeiter der Betreibergesellschaft erlassen worden. Unter den Inhaftierten sei auch der Betriebsleiter des Bergwerks, berichteten türkische Medien am Montag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen. Am Sonntag hatte die Polizei 25 Verdächtige festgenommen, darunter mehrere Führungskräfte der Betreibergesellschaft Soma Holding. Beim… Soma: 25 Verdächtige festgenommen weiterlesen
Bergmann aus Soma: „Ich bin über die Leichen gekrochen“
Wenn der Stollen zur Todesfalle wird: Nach dem verheerenden Unglück in Soma werden immer mehr Details über die Opfer bekannt. Der Bergmann Arif Dudu beschreibt seinen 8,5 Stunden dauernden Überlebenskampf unter Tage. (Foto: dpa)
Zahl der Toten in Soma auf mehr als 300 gestiegen
Die Zahl der Toten beim Grubenunglück im türkischen Soma ist auf mehr als 300 angestiegen. Energieminister Taner Yıldız sagte am Samstag, 301 Bergleute seien ums Leben gekommen. Insgesamt 485 weitere Kumpel seien nach der Katastrophe am Dienstag lebend geborgen worden. Am Freitag hatte Yıldız noch gesagt, die Zahl der ums Leben gekommenen Arbeiter werde wohl nicht… Zahl der Toten in Soma auf mehr als 300 gestiegen weiterlesen
Soma: Überstunden für ein Hörgerät
Das Bergwerksunglück in Soma hat auch das Dorf Köseler bei Kınık mit 14 Opfern erreicht. Unter den Opfern ist auch der Vater des vier Jahre alten Ali. Um das Hörgerät seines Sohnes zu finanzieren, machte Şerif Gezgin oft Überstunden im Bergwerk. (Foto: cihan)