Die moralische Krise der Gülen-Bewegung: Kann es eine kollektive Unschuld geben?

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Der türkische Staat führt einen unerbittlichen Vernichtungsfeldzug gegen die Gülen-Bewegung, der schon vor dem gescheiterten Putschversuch jenseits rechtsstaatlicher Normen stattfand. Die Solidarität mit der Gemeinde des muslimischen Predigers fällt jedoch erschreckend gering aus, vor allem, weil sie nicht nur als Opfer des Regimes betrachtet wird, sondern auch als dessen ehemaliger Steigbügelhalter. Die Anhänger der Bewegung müssen anfangen, die Vergangenheit mit anderen Augen zu betrachten und eingestehen, dass auch in ihrem Namen Unrecht geschehen ist.

Erdoğan fordert Ausland auf, Gülen-Bewegung zu bekämpfen

epa05436670 A handout picture provided by Turkish President Press office shows Turkish President Recep Tayyip Erdogan (R) speaking to his supporters after Friday pray in Ankara, Turkey, 22 July 2016. Turkish parliament on 21 July formally approved a three-month state of emergency declared by Turkish President Erdogan. The 15 June's failed coup attempt's aftermath was followed the dismissal of 50,000 workers and the arrest of 8,000 people after the 15 July failed coup attempt. At least 290 people were killed and almost 1,500 injured amid violent clashes on 15 July as certain military factions attempted to stage a coup d'etat. The UN and various governments and organizations have urged Turkey to uphold the rule of law and to defend human rights. EPA/TURKISH PRESIDENTAL PRESS OFFICE / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Türkei geht im eigenen Land gnadenlos gegen mutmaßliche und vermeintliche Gülen-Anhänger vor, die hinter dem Putschversuch stecken sollen. Nun fordert sie auch das Ausland dazu auf. Erdoğan vermutet sogar, dass der Westen mit den Putschisten unter einer Decke steckt.

„Gülen-Bewegung und ihr nahe Einrichtungen sind keine Beobachtungsobjekte“

Für Aufsehen sorgten Spekulationen in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“, wonach der Verfassungsschutz in Baden-Württemberg die Gülen-Bewegung warne. Am heutigen Montag trat das Amt mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit.

Hizmet-Bewegung wehrt sich gegen Diffamierung und schafft Klarheit

Aus Sicht der Hizmet-Bewegung ist es ein demokratisches Grundrecht, friedlich zu demonstrieren, so wie es in der Anfangsphase der Gezi-Proteste auch der Fall war. Zu diesem und anderen strittigen Themen bezieht die GYV-Stiftung ausführlich Position.