„Conflict Zone“: Deutsche Welle verklagt die türkische Regierung

ARCHIV - Der türkische Minister für Jugend und Sport Akif Cagatay Kilic spricht am 31.07.2016 in Köln. Ein nach Angaben der Deutschen Welle (DW) konfisziertes Interview mit Kilic hat zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen dem deutschen Auslandssender und dem Ministerium in Ankara geführt. Das Interview mit dem Minister hatte Michel Friedman am Montagabend (05.09.) für eine Sendung der Deutschen Welle geführt. Der Sportminister will das Einziehen des Materials nicht als Beschlagnahmung verstanden wissen. Foto: Henning Kaiser/dpa (zu dpa "Eklat um Interview: Deutsche Welle widerspricht türkischem Minister" am 07.09.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Deutsche Welle fordert von der türkischen Regierung die Herausgabe eines konfiszierten Interviews. Ministerialbeamte hätten die DW-Mitarbeiter genötigt, ihnen die Aufnahmen zu geben, nachdem ein türkischer Minister mit dem Gesprächsverlauf unzufrieden war. Nachdem das türkische Ministerium alle Fristen hat verstreichen lassen, geht DW nun den Rechtsweg.

Deutsche Welle wirft türkischem Ministerium „Nötigung“ deutscher Journalisten vor

Die Deutsche Welle interviewt einen türkischen Minister – der die Aufzeichnung nach Darstellung des Senders dann beschlagnahmen lässt. Intendant Limbourg wirft der Regierung in Ankara „Nötigung“ vor und der DJV fordert das Auswärtige Amt auf, sich einzuschalten.