Unmittelbar vor dem 100. Jahrestag der Massenvertreibung der Armenier im Osmanischen Reich hat sich Berlin klar positioniert. Davutoğlu sorgt für wachsende diplomatische Verstimmungen.
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Davutoğlus Aussage über Reichtum türkischer Armenier löst Debatte aus
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu zeigt sich versöhnlich. Seine Aussagen über die Armenier in Istanbul sorgten aber für Verwirrung. (Foto: DHA)
Ist das Problem gelöst, wenn man sagt es war Völkermord?
Am 24. April werden weltweit Armenier den 100. Jahrestag der „großen Tragödie“, die ihren Osmanischen Vorfahren widerfahren ist, gedenken. Der Streit über die Bezeichnung der Ereignisse von 1915 kocht derzeit wieder hoch. Ein Kommentar aus der Türkei zur aktuellen Debatte.
„Armenier haben das Recht, die Deutschen für die nächsten 100 Jahre zu hassen“
Vor 100 Jahren begannen die Gräueltaten an den Armeniern. Das Deutsche Kaiserreich war an der „Großen Tragödie“ beteiligt. Auch heute haben es die Armenier nicht einfach in der Türkei. Und sie sehen Deutschland in der Verantwortung.
Erdoğan und die Armenier-Frage: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
Vor einem Jahr schrieb Erdoğan Geschichte: Seine Regierung sprach den Hinterbliebenen der Opfer von 1915 ihr Beileid aus und erhielt dafür auf internationaler Ebene Respekt. Nun schlägt Erdoğan bei der Armenier-Frage neue Töne an.
Türkischer Botschafter in Paris tätlich angegriffen
Im Rahmen einer Konferenz über Säkularismus in der Türkei und in Frankreich an der Descartes-Universität in Paris ist am Montagabend der türkische Botschafter Hakkı Akil von einem Randalierer angegriffen worden. Die Behörden stellten die Personalien des Angreifers fest. Es handle sich um einen Franko-Armenier. Dieser warf eine mit Granatapfelsaft gefüllte Tasse auf den Diplomaten, während… Türkischer Botschafter in Paris tätlich angegriffen weiterlesen
Armenien zieht Protokoll über Annäherung an die Türkei zurück
Aus Enttäuschung über die „Leugnungspolitik“ der Türkei zieht Armenien die Protokolle zur Wiederannäherung beider Staaten aus dem Parlament zurück. Präsident Sarksyan wirft Ankara vor, nicht dem Geist dieses Dokuments zu entsprechen.
Erdoğan: Wir werden Einschätzung einer Historikerkommission zu 1915 respektieren
Die Armenierfrage ist in der Türkei bis heute hoch umstritten. Im Zusammenhang mit dem 100. Jahrestag der Ereignisse von 1915 und 1916 will Präsident Erdoğan nun eine Klärung durch Historiker veranlassen.