Bericht der EU-Kommission: Türkei weist Kritik zurück

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Donald Tusk (l), EU-Ratspräsident, und Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, sprechen auf einer Pressekonferenz Nach dem EU-Spitzentreffen mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bleibt die EU-Perspektive des umstrittenen Beitrittskandidaten Türkei ungewiss. In zentralen Konfliktpunkten erzielten beide Seiten beim Gipfel am Montagabend im bulgarischen Schwarzmeerort Warna keine Annäherung. Foto: Petko Momchilov/ImpactPressGroup/dpa

Die Türkei hat die in einem Bericht geäußerte Kritik der EU-Kommission an der Situation im Land zurückgewiesen.

Erdogan: „Wir werden Gülen-Anhänger im Ausland jagen“

07.04.2018: Recep Tayyip Erdoğan in Denizli: „Wir haben etwa 80 Fetö-Militante (gemeint sind Anhänger der Gülen-Bewegung, Anm. der Redaktion) in unterschiedlichen Ländern gefunden, eingepackt und in die Türkei gebracht. Wir werden weitermachen.“ Foto: Kayhan Ozer/Pool Presidential Press Service/AP/dpa

„Egal wohin sie flüchten, wir sind hinter ihnen her. Sie werden flüchten, wir werden sie jagen. Sei es Fetö oder die PKK- das spielt gar keine Rolle. Wir haben diesen Weg mit all unseren Mitteln eingeschlagen und werden es auch schaffen“, so Erdogan.

EU-Türkei-Gipfel: Kommt die Türkei in die EU?

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Dieses der bulgarischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild zeigt Recep Tayyip Erdogan (l-r), Präsident der Türkei, Boiko Borissow, der Ministerpräsident von Bulgarien, Donald Tusk, EU-Ratspräsident und Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, vor einem Treffen zwischen Erdogan und der EU. Trotz aller Spannungen mit Europa hat Erdogan die EU zur Wiederbelebung des eingefrorenen Beitrittsprozesses seines Landes aufgefordert. Vor dem EU-Türkei-Gipfel sagte Erdogan: «Auch heute ist eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union weiterhin ein strategisches Ziel.» Foto: Uncredited/Bulgarian Government Press Office/AP/dpa

Kommt die Türkei nun in die EU? Eher Nein, aber: Die Türkei will weiterhin in die EU. Das bekräftigte Recep Tayyip Erdoğan beim EU-Türkei-Gipfel. Trotz aller Differenzen hält der türkische Staatspräsident an diesem Ziel fest. Dass er dennoch mit harter Rhetorik auffiel, unterstreicht: Erdoğan agiert nicht als Bittsteller.  

EU-Türkei-Gipfel: Keine Lösungen

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Donald Tusk (l), EU-Ratspräsident, und Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, sprechen auf einer Pressekonferenz Nach dem EU-Spitzentreffen mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bleibt die EU-Perspektive des umstrittenen Beitrittskandidaten Türkei ungewiss. In zentralen Konfliktpunkten erzielten beide Seiten beim Gipfel am Montagabend im bulgarischen Schwarzmeerort Warna keine Annäherung. Foto: Petko Momchilov/ImpactPressGroup/dpa

Trotz der Spannungen mit Europa setzt der türkische Präsident Erdogan weiter auf einen EU-Beitritt seines Landes. Ratspräsident Tusk thematisiert beim Gipfeltreffen mit Erdogan in Warna dagegen vor allem Bedenken der EU – und zwar eine lange Liste davon.

Türkei fordert Fairness statt Stimmungsmache

Archiv: Symbolfoto

Die Türkei hat in der Frage eines möglichen EU-Beitritts eine faire Behandlung eingefordert. «Wir möchten genauso behandelt werden wie jedes andere Land auch», sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag in Wien.