Deniz Yücel und die Krise mit Ankara

Der Türkei-Korrespondent der «Welt», Deniz Yücel, Foto: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa

Die Türkei hofft darauf, dass mit der neuen Bundesregierung auch eine «neue Seite» in den belasteten Beziehungen aufgeschlagen wird. Dem steht vor allem eines im Wege: Die Inhaftierung Deniz Yücels – der seit einem Jahr ohne Anklage in einem türkischen Gefängnis sitzt.

«Wir sind ja nicht zum Spaß hier» – Deniz Yücel und der Knast-Sittich

Gefängniskomplex Silivri in der Nähe von Istanbul (Türkei). Foto: ---/Ministry of Justice/dpa

Seit einem Jahr ist der «Welt»-Korrespondent Deniz Yücel (44) in der Türkei hinter Gittern. Immer wieder meldet sich der Journalist zu Wort – in Texten in der «Welt» oder in Interviews. Nun erscheint zum Jahrestag seiner Festnahme am 14. Februar ein Buch: «Wir sind ja nicht zum Spaß hier», lautet der Titel – seinen Humor hat sich Yücel… «Wir sind ja nicht zum Spaß hier» – Deniz Yücel und der Knast-Sittich weiterlesen

«Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung»

ARCHIV - Ein Schild «# Free Deniz» Foto: Andreas Arnold/dpa

Deniz Yücel ist zum Symbol der deutsch-türkischen Krise geworden. Im dpa-Interview erzählt der Journalist, auf welche Art er auf keinen Fall freikommen möchte – und was er nach der Entlassung aus dem Gefängnis als erstes machen will.

«Es gibt keine schmutzigen Deals»

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) via Shutterstock

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich von den Äußerungen des in der Türkei inhaftierten «Welt»-Korrespondent Deniz Yücels zu möglichen Tauschgeschäften für seine Freilassung distanziert.

Türkei stimmt zu: Konsulat aus der Luft zerstört

Bei Luftangriffen der von den USA angeführten internationalen Koalition auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul ist das türkische Konsulat in der irakischen Stadt zerstört worden. Die Türkei sei bei der Planung des Einsatzes einbezogen gewesen und habe zugestimmt, erklärte das türkische Außenministerium am Montag. Kampfjets hätten das Konsulat am Montag um 03.00 Uhr beschossen,… Türkei stimmt zu: Konsulat aus der Luft zerstört weiterlesen

Anschläge in Paris: Über 60 Tote, Hollande verhängt Ausnahmezustand und schließt Grenzen

Zehn Monate nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ ist die französische Hauptstadt Paris erneut von einer Reihe von Angriffen erschüttert worden. Der Sender BFMTV berichtete von mindestens 60 Toten. Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte zunächst unter Berufung auf die Polizeipräfektur von mindestens 18 Toten berichtet. Ein Schauplatz war das Fußballstadion Stade de France,… Anschläge in Paris: Über 60 Tote, Hollande verhängt Ausnahmezustand und schließt Grenzen weiterlesen

Zum Wohle des Volkes oder zum Wohle der Machthaber?

Ahmet Davutoglu

Es verwundert, wieso ein innenpolitischer Vorfall, der den Staat und die Bevölkerung betrifft, auf eine derartige Zensur trifft und man fragt sich, ob es bei dem geforderten journalistischen Ethos dem Interesse einer Partei oder einem Land geschuldet sein darf.

Davutoğlu: Terror der DHKP-C ist Teil des Komplotts einer „Allianz des Bösen“

Anschlag der DHKP/C

Der türkische Premierminister sieht die jüngsten Anschläge der DHKP-C als Teil eines Versuches, die Türkei zu destabilisieren. Die Geiselnehmer hätten am Dienstag während der Verhandlungen auch telefonische Auslandsgespräche geführt.