Steinmeier kritisiert Erdoğan

ARCHIV - Der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) steigt am 15.11.2016 vor dem Parlamentsgebäude in Ankara (Türkei) in seine Limousine. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit ungewöhnlich deutlichen Worten kritisiert. «Der heutige Präsident trägt die Verantwortung dafür, was es aktuell an gravierenden Behinderungen des Rechtsstaats und Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten gibt», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag) mit Blick auf die Lage in der Türkei.

Nach Video gegen Referendum: Gefängnis auf Bewährung für Ali Gül

Ein über soziale Medien bekannt gewordener Aktivist gegen das Präsidialsystem in der Türkei ist zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Istanbuler Gericht sprach den Jurastudenten Ali Gül wegen Beleidigung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und «Erniedrigung» religiöser Werte schuldig, wie Güls Anwalt, Yigit Acar, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch sagte. Hintergrund sind Nachrichten, die Gül über einen Twitter-Account verschickt haben soll.

Türkei-Analyse: Deutsche Kriminalbeamte attackieren Innenministerium scharf

Mit ungewöhnlich drastischen Worten hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) das Bundesinnenministerium für dessen kritischen Regierungsbericht zur Türkei gerügt. „Man kann, darf und muss sogar die Türkei kritisieren, aber nicht auf diesem Weg. So werden Vorurteile und Hass gefördert, die ihren Weg auch in Form von gewalttätigen Auseinandersetzungen auf unsere Straßen finden können“, sagte Verbandschef André Schulz dem „Handelsblatt“… Türkei-Analyse: Deutsche Kriminalbeamte attackieren Innenministerium scharf weiterlesen

„Ich stehe hinter meinen Worten“: Türkischer Superstar Sıla unter Beschuss

Wenige Wochen nach dem Putschversuch bleibt die Atmosphäre in der Türkei angespannt. Kritische Worte oder ausbleibendes Farbe bekennen werden als Vaterlandsverrat gebrandmarkt, Vorreiter bei diesem Mobbing-Prozess sind oft die regierungstreuen Medien. Jüngstes Beispiel: Die Sängerin Sıla. Sie hatte im Zusammenhang mit der “Demokratie- und Märtyrer-Versammlung” in Yenikapı erklärt, dass sie entschieden gegen Putsche sei, aber… „Ich stehe hinter meinen Worten“: Türkischer Superstar Sıla unter Beschuss weiterlesen

Perverse Beleidigungen: Jetzt stellt Terim Strafanzeige

Der türkische (Noch-)Nationaltrainer Fatih Terim geht juristisch gegen einige seiner Kritiker vor. Im Anschluss an die Niederlagen gegen Kroatien und Spanien bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich hatte es im Netz besonders massive Anfeindungen und Beleidigungen gegen Terim und seine Familie gegeben, so massiv, dass man sie an dieser Stelle nicht wiedergeben kann. Wie türkische Medien… Perverse Beleidigungen: Jetzt stellt Terim Strafanzeige weiterlesen

Türken nicht gut auf EM-Modus und Italien zu sprechen

Nach dem Aus bei der Fußball-EM regt sich in der Türkei Kritik am Turniermodus. „Wir wurden Opfer der Regeln. Dieser Modus muss dringend geändert werden. Portugal kommt mit drei Unentschieden weiter, während wir und Albanien einen Sieg holen und trotzdem ausscheiden“, klagte der ehemalige Nationalspieler Rıdvan Dilmen in der Zeitung „Sabah“. Dass die Türkei im Gegensatz zu… Türken nicht gut auf EM-Modus und Italien zu sprechen weiterlesen

„Riesiger Vertrauensverlust“: Ditib grenzt sich von türkischstämmigen Abgeordneten ab

Der türkisch-islamische Dachverband DITIB kritisiert die aus der Türkei stammenden Abgeordneten, die für die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestags gestimmt haben. Die Mitglieder des nach eigenen Angaben größten Islamverbands in Deutschland fühlten sich seit der Abstimmung nicht mehr von den türkischstämmigen Abgeordneten vertreten, sagte Zekeriya Altuğ vom DITIB-Bundesverband am Sonntag in der ARD-Tagesschau: „Bisher ja, mittlerweile leider nicht mehr“, sagte Altuğ wörtlich: „Das ist natürlich… „Riesiger Vertrauensverlust“: Ditib grenzt sich von türkischstämmigen Abgeordneten ab weiterlesen

Kritik an der Hizmet-Bewegung: „Islamisch-türkischer Nationalismus“ in edlem Gewand?

Die Hizmet-Bewegung des in den USA lebenden türkischen Predigers Fethullah Gülen steht vor allem in Deutschland oft im Kreuzfeuer der Kritik: Sie schmücke sich mit edlen Zielen wie Bildungsarbeit und interreligiösem Dialog, verfolge aber in Wirklichkeit eine „islamisch-nationalistische“ Agenda. Was spricht dafür, was dagegen?