SADAT, ASSAM und der Wunsch nach einem neuen Weltreich

14. November 2018, Istanbul / Türkei: Adnan Tanrıverdi, Gründer von SADAT und Ex-Berater von Präsident Erdoğan, verlässt bei einer Veranstaltung unter Applaus die Bühne. Quelle: Shutterstock

Als der greise Adnan Tanrıverdi im Zuge des Putschversuches in der Türkei in den erweiterten Beraterstab des türkischen Staatspräsidenten Erdoğan berufen wurde, ahnten seine Kenner und Experten für Sicherheitspolitik nichts Gutes. Denn der mittlerweile 76-jährige ist ein bekennender Islamist mit scheinbar grenzenloser Phantasie.

Wikipedia in der Türkei wieder erreichbar: Verdacht auf Selbstzensur

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Die erste Anlaufstelle für Informationen ist sehr oft die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“. Wikipedia hat Artikel zu nahezu jedem Themenfeld. In deutscher Sprache sind laut den Statistiken von „Wikipedia“ seit Mai 2001 2.389.271 enzyklopädische Artikel (Stand: 24.01.2020) entstanden. Auch in anderen Ländern ist die Plattform sehr beliebt, so auch in der Türkei unter dem Namen „Vikipedi“. Dort… Wikipedia in der Türkei wieder erreichbar: Verdacht auf Selbstzensur weiterlesen

Putsch in der Türkei: Journalisten verurteilt und freigelassen

04.11.2019, Türkei, Istanbul: Nazli Ilıcak lächelt mit Tränen in den Augen neben ihrem Sohn Mehmet Ali Ilıcak, nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen wurde. Foto: ---/DHA/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach mehr als drei Jahren Haft hat ein türkisches Gericht die Freilassung von Ahmet Altan und Nazlı Ilıcak angeordnet. Die zwei prominenten Journalisten wurden zuvor allerdings zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Unterstützung einer Terrororganisation verurteilt. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montagabend. Das Istanbuler Gericht verurteilte Altan demnach zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft. Ilıcak… Putsch in der Türkei: Journalisten verurteilt und freigelassen weiterlesen

Erdoğan, der gescheiterte Putsch und die „schwarzen Türken“

Archiv: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht zu seinen Anhängern am frühen 16.07.2017 vor dem Präsidentenpalast in Ankara bei der Einweihung eines Denkmals (Hintergrund) im Gedenken an die Opfer des gescheiterten Putschversuchs am 15.07.2016. Foto: Uncredited/Presidency Press Service POOL/dpa

Seit Jahrzehnten sind aus den Dörfern Anatoliens Millionen von Menschen in die Großstädte der Türkei ausgewandert. Die Binnenmigranten waren arme, traditionsbewusste und religiöse Menschen, die sich in den Großstädten wie Istanbul eine bessere Zukunft für sich und für ihre Kinder erhofften. Viele von diesen bildungsfernen Anatoliern landeten in „Gecekondu“-Siedlungen, den ärmlichen Gegenden in den Randbezirken… Erdoğan, der gescheiterte Putsch und die „schwarzen Türken“ weiterlesen

Putschversuch: Was wusste die Regierung?

Putschversuch in der Türkei. Der missglückte Putsch vom 16. Juli 2016 wirft auch knapp 3 Jahre nach Ereignis ungeklärte Fragen auf. Was wusste die Regierung im Vorfeld?

Nachdem zuletzt der türkische Exiljournalist Ahmet Dönmez ein Beleg veröffentlichte, aus dem hervorginge, die AKP habe bereits im Vorfeld von dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 gewusst, häufen sich die Reaktionen zu der Veröffentlichung. Eine dieser Stimmen ist Andrew Duff, ein ehemaliger Abgeordneter im Europäischen Parlament. Duff antwortete auf eine Nachfrage des Portals www.euobserver.com, „Jetzt… Putschversuch: Was wusste die Regierung? weiterlesen

Regierung soll vom 15. Juli 2016 vorher gewusst haben

In diesem Juli verstreichen drei Jahre nach dem Ereignis, dass die Türkei so sehr geprägt hat, wie kaum ein anderes Ereignis zuvor. Der Putschversuch vom 15. Juli 2016 läutete die „Neue Türkei“ ein, von der der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan schon seit Jahren sprach.

„Putsch-Gazi“ gibt Auszeichnungen zurück

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Er galt als Veteran der Putschnacht. In jener Nacht stellte sich Sabri Ünal zwei Panzern in den Weg, um die Putschisten zu stoppen. Um ihn kümmerte sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan persönlich. Jetzt befürchtet der einstige „Gazi“ eine Abstempelung als Vaterlandsverräter. 

Erdogan, der Putsch und ein toter Sohn

15.05.2018, Türkei, Izmir: Fotografien des verstorbenen Murat Tekin und Erinnerungen sind im Wohnzimmer des Elternhauses ausgestellt. Militärschüler Tekin wurde in der Nacht des Putschversuchs in der Türkei Mitte Juli 2016 getötet. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. (zu dpa «Erdogan, der Putsch und ein toter Sohn» vom 03.07.32018) Foto: -/dpa

Kadett Murat Tekin stirbt in der Putschnacht Mitte Juli 2016 in der Türkei. Vermutlich gelyncht. Seine Geschichte erzählt von einem Land, in dem Ungerechtigkeit, Hass und Misstrauen herrschen – und von einer Familie, die nach Gerechtigkeit sucht. Von Mirjam Schmitt, dpa