Türkei: Berichte über Sippenhaft und Folter für Studenten

ARCHIV - 21.11.2016, Berlin: Mustafa Yeneroglu (AKP) äußert sich am 21.11.2016 bei einer Pressekonferenz in der türkischen Botschaft. Der in Deutschland aufgewachsene Politiker ist aus der Regierungspartei des türkischen Präsidenten Erdogan ausgetreten. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foltert der türkische Staat junge Studenten aus Gründen der Sippenhaft? Darüber diskutiert die Türkei aktuell. Denn Medienberichten zu Folge sollen Ende Februar zahlreiche Studenten festgenommen und bei Verhören gefoltert worden sein. Die Spekulationen wurden nun auch durch den Ex-AKP-Abgeordneten Mustafa Yeneroğlu torpediert.

„Ich bin nicht mein Schöpfer. Aber ich bin Kurde“

Die Türkei führt die Liste der europäischen Länder mit den meisten Häftlingen an. Quelle: Pixabay

Die Stadt Diyarbakır ist die größte Metropole im Südosten der Türkei. Die Stadt ist das Zentrum der pro-kurdischen demokratischen Politik und Zivilgesellschaft. Genauso wichtig ist diese Stadt im Gesamtgefüge der türkischen Republik.

Verfolgung von Oppositionellen: Erdoğan kündigt neue Methoden an

Entführungen, Folter und Exekution

Geht es nach den Worten des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, gibt es Anlass zur Sorge für türkische Exil-Oppositionelle in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Staaten. Denn der AKP-Vorsitzende klang in einer jüngsten Rede vor seinen Parteigenossen bedrohlich. Er sprach von Operationen nach dem Vorbild der USA, bei dem „Staatsfeinde“ zur Zielscheibe werden könnten. Die… Verfolgung von Oppositionellen: Erdoğan kündigt neue Methoden an weiterlesen

Foltervorwürfe gegen türkische Regierung: ZDF und Correctiv decken auf

Die Stimme der Folter

Foltervorwürfe gegen türkische Behörden gibt es spätestens seit dem Putschversuch 2016 zuhauf. Nun berichtet ein Recherche-Team unter der Leitung des Recherche-Netzwerks „Correctiv“ über konkrete Fälle. An den Recherchen haben sich unter anderem auch die Medien „ZDF“, „El Pais“ und „Le Monde“ beteiligt.

Erdogan, der Putsch und ein toter Sohn

15.05.2018, Türkei, Izmir: Fotografien des verstorbenen Murat Tekin und Erinnerungen sind im Wohnzimmer des Elternhauses ausgestellt. Militärschüler Tekin wurde in der Nacht des Putschversuchs in der Türkei Mitte Juli 2016 getötet. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute ungeklärt. (zu dpa «Erdogan, der Putsch und ein toter Sohn» vom 03.07.32018) Foto: -/dpa

Kadett Murat Tekin stirbt in der Putschnacht Mitte Juli 2016 in der Türkei. Vermutlich gelyncht. Seine Geschichte erzählt von einem Land, in dem Ungerechtigkeit, Hass und Misstrauen herrschen – und von einer Familie, die nach Gerechtigkeit sucht. Von Mirjam Schmitt, dpa

„Die Kinder und Babys müssen da sofort raus!“

Die türkische Journalistin Nur Ener ist nach über einem Jahr aus der Haft entlassen worden. Ihre Berichte aus der Zeit hinter Gittern sind herzzerreißend. Vor allem das Schicksal der Kinder, die mit ihren Müttern hinter Gittern aufwachsen müssen, sei besonders Schlimm, erzählt die 26-jährige Journalistin.