Helfen verboten! – Festnahmen wegen Spenden an Familien von Inhaftierten

Screenshot: DHA

Seit dem Putschversuch 2016 werden in der Türkei mutmaßliche Anhänger des im US-Exil lebenden muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen verfolgt. Zahlreiche Zivilisten wurden wegen angeblicher Beteiligung am Putschversuch vom 15. Juli 2016 verhaftet und warten oft noch auf eine Anklageschrift.

Bundesverfassungsgericht: Behörden müssen vor Abschiebung Folterverdacht in der Türkei genau prüfen

Die Stimme der Folter

Das Bundesverfassungsgericht gab in einem Beschluss der Verfassungsbeschwerde eines Türken teilweise statt. Es habe «ernsthafte Anhaltspunkte für eine Foltergefahr» gegeben, die nicht hinreichend geprüft worden seien.

Streit um Dekret 696: „Straffreiheit für Misshandlungen bringt Bürgerkrieg mit sich“

In der Türkei gibt es einen Streit über das jüngste Dekret 696. Demnach werden Misshandlungen, die im Zusammenhang mit dem Putschversuch stehen, nicht geahndet. Kritiker befürchten, dass dies ein Freifahrtsschein für Bürgerwehren ist. Der türkische Justizminister Gül weist hingegen die Kritik zurück.

Binali Yildirim: Haben wir Belege für den 11. September gefordert

Turkey's Transportation Minister Binali Yildirim (R) and his wife Semiha EPA/RIZA OZEL / POOL

„Haben wir die USA nach Belegen gefragt, als sie behaupteten, für den 11. September sei die Taliban verantwortlich?“ Mit diesen Worten kritisierte jüngst der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim die USA, weil sie für eine Auslieferung von Fethullah Gülen an die Türkei Belege fordern.

Kinder im Knast – Entführungen und Folter

Karikatur über Verhaftung einer Mutter.

Der Ausnahmezustand in der Türkei dauert nun seit mehr als einem Jahr an. Seitdem wurden knapp 54.000 Menschen verhaftet, weil die türkische Regierung vermutet, dass diese sich am Putschversuch vom 15. Juli 2016 beteiligt hätten. Doch wie sieht die Situation der Inhaftierten aus? Menschenrechtsorganisationen werfen der Türkei konkrete Menschenrechtsverletzungen vor.