Säuberung nach dem Putschversuch: Bericht zeigt dramatische Folgen

Archiv: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht zu seinen Anhängern am frühen 16.07.2017 vor dem Präsidentenpalast in Ankara bei der Einweihung eines Denkmals (Hintergrund) im Gedenken an die Opfer des gescheiterten Putschversuchs am 15.07.2016. Foto: Uncredited/Presidency Press Service POOL/dpa

Die Amnesty International hat mit einem Bericht das Ausmaß der Folgen des Putschversuchs in der Türkei ans Tageslicht gelegt. Demnach wurden 130.000 Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Eine unabhängige Untersuchung der Fälle gibt es laut Amnesty International nicht. 

Helfen verboten! – Festnahmen wegen Spenden an Familien von Inhaftierten

Screenshot: DHA

Seit dem Putschversuch 2016 werden in der Türkei mutmaßliche Anhänger des im US-Exil lebenden muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen verfolgt. Zahlreiche Zivilisten wurden wegen angeblicher Beteiligung am Putschversuch vom 15. Juli 2016 verhaftet und warten oft noch auf eine Anklageschrift.

Türkei: Gericht ordnet Haftentlassung von Amnesty-Vorsitzenden an

31.01.2018, Türkei, Istanbul: Menschenrechtsaktivisten protestieren vor einem Gericht gegen das Verfahren gegen elf Menschenrechtler, denen Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation vorgeworfen wird. Auf den Plakaten fordern sie die Freilassung von Taner Kilic, dem Vorsitzenden von Amnesty International, der im Juni 2017 verhaftet worden ist und demnächst in Izmir vor Gericht gestellt werden soll. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Nach mehr als sieben Monaten Untersuchungshaft hat ein Istanbuler Gericht die Entlassung des Amnesty-Vorsitzenden in der Türkei, Taner Kilic, angeordnet.

Prozess gegen Steudtner und andere Menschenrechtler fortgesetzt

ARCHIV: Menschenrechtler Peter Steudtner (r) umarmt am 26.10.2017 in Istanbul, Türkei, vor dem Gefängnis Silivri einen Kollegen. Nach seiner Freilassung in der Türkei wird der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner wieder in Deutschland erwartet. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Vier Wochen nach der Freilassung des Deutschen Peter Steudtner aus türkischer Untersuchungshaft ist der Prozess gegen ihn und zehn weitere Menschenrechtler in Istanbul fortgesetzt worden. 

Peter Steudtner wieder frei

ARCHIV: Menschenrechtler Peter Steudtner (r) umarmt am 26.10.2017 in Istanbul, Türkei, vor dem Gefängnis Silivri einen Kollegen. Nach seiner Freilassung in der Türkei wird der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner wieder in Deutschland erwartet. Foto: Emrah Gurel/AP/dpa

Peter Steudtner und Ali Gharavi haben das Hochsicherheitsgefängnis Silivri verlassen, noch am Donnerstag wollen sie nach Berlin fliegen. Ihre Angehörigen zeigen kein Verständnis dafür, dass der Prozess gegen die Menschenrechtler in der Türkei dennoch fortgesetzt wird.

Der Prozess – Peter Steudtner

Der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner in einer undatierten Aufnahme. Steudtner und neun weitere Menschenrechtler waren bei einem Workshop auf den Istanbuler Prinzeninseln festgenommen worden. Am 18.07.2017 verhängte ein Richter in Istanbul Untersuchungshaft gegen sechs der Beschuldigten. Foto: Privat/TurkeyRelease Germany/dpa

Von Can Merey und Michael Fischer, dpa Seit Juli ist der Deutsche Peter Steudtner in der Türkei inhaftiert, nun beginnt der Prozess gegen den Menschenrechtler. Amnesty nennt die Anklage «absurd». Der Verlauf des Verfahrens dürfte maßgeblichen Einfluss auf die weiteren Beziehungen zur Türkei haben. Der Menschenrechtler Peter Steudtner wollte im Juli für ein paar Tage nach Istanbul reisen, in… Der Prozess – Peter Steudtner weiterlesen

Steudtner-Prozess beginnt nächste Woche

ARCHIV Der deutsche Menschenrechtler und Fotograf Peter Steudtner in einer undatierten Aufnahme. Foto: Privat/TurkeyRelease Germany/dpa

Der Prozess gegen den in der Türkei inhaftierten Deutschen Peter Steudtner und zehn weitere Menschenrechtler wegen Terrorvorwürfen beginnt am Mittwoch kommender Woche.