Bangladesch ruft islamische Länder zu Hilfe bei Rohingya-Krise auf

Foto: Mushfiq Alam/AP/dpa

Hasina sprach von einer ethnischen Säuberung – einer systematischen Vertreibung der Minderheit. Sie sagte, Myanmar vergrabe Landminen an der gemeinsamen Grenze, um die Rückkehr der Flüchtlinge zu verhindern.

Flucht aus Myanmar: Monsunregen verschärft Krise der Rohingya

Ein Rohingya-Kind steht am 05.09.2017 in Ukhia (Bangladesch) an einem Holzzaun im Kutupalong Flüchtlingslager, nachdem es kurz zuvor die grenze von Myanmar nach Bangladesch überquerte. Nach der Massenflucht hunderttausender Rohingyas aus Myanmar nach Bangladesch droht eine humanitäre Tragödie. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

Monsunregen könnte die humanitäre Krise in im südostasiatischen Bangladesch weiter verschärfen. Das Wetterbüro des Landes warnte am Montag vor stürmischem Wetter in der südlichen Region um den Bezirk Cox’s Bazar, wohin nach UN-Angaben seit dem 25. August mehr als 410 000 Rohingya geflüchtet waren.

Amnesty International: Ethnische Säuberung an Arakan-Muslime in Myanmar erwiesen

Gläubige demonstrieren am 08.09.2017 in Teheran (Iran) für die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar. Die Gewaltwelle in der Unruheregion Rakhine in Myanmar hat schon mehr als eine Viertelmillion Menschen in die Flucht getrieben. In Bangladesch seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 270 000 Muslime aus dem Nachbarland eingetroffen, berichteten die Vereinten Nationen am Freitag in Genf. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Amnesty International liegen nach eigenen Angaben Beweise für eine ethnische Säuberung an den Rohingya im südostasiatischen Myanmar vor.

Ethnische Säuberung in Myanmar: UN fliegen Hilfsgüter ein

ARCHIV: Flüchtlinge der Rohingya tragen am 09.09.2017 eine alte Frau über einen schlammigen Weg in Teknaf, Bangladesch, nachdem sie die Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire/dpa

Gut eine Million Rohingya lebten in Myanmars Unruheregion Rakhine – mehr als ein Drittel ist nun nach Bangladesch geflohen. Es gibt längst nicht genug Unterkünfte, Zelte werden eingeflogen. Bangladesch will, dass Myanmar die Staatenlosen wieder aufnimmt.

Dalai Lama: Buddha würde den Muslimen helfen!

Müde und hungrig ist diese ältere Frau (r) am 08.09.2017 nach ihrem langen Weg ins Flüchtlingslager von Kutupalong (Bangladesch). Wie viele Rohingyas war sie aus ihrem Haus in Myanmars Provinz Rakhine geflüchtet. Zahlreiche Menschen sind nach jüngsten Gewaltausbruch in Myanmars Provinz Rakhine nach Bangladesch geflüchtet, die Flüchtlingscamps dort sind voll. Foto: Nazrul Islam/dpa

Die Berichte von Flüchtlingen und Warnungen von Beobachtern bestätigen sich – die UN sagen nun: Es sieht nach ethnischer Säuberung in Myanmar aus. Der Dalai Lama schreibt Aung San Suu Kyi einen Brief. Buddha würde den Rohingya helfen, meint er.

Mindestens 300 000 Rohingya nach Bangladesch geflüchtet

Dieses ältere Paar, das vor der Gewalt in Myanmar floh, isst am 08.09.2017 in der Nähe des Flüchtlingslager von Kutupalong im Bezirk Cox·s Bazar (Bangladesch) Puffreis, der von freiwilligen Helfern an die Rohingya-Flüchtlinge verteilt wurde. Zahlreiche Menschen sind nach jüngsten Gewaltausbruch in Myanmars Provinz Rakhine nach Bangladesch geflüchtet, die Flüchtlingscamps dort sind voll. Foto: Nazrul Islam/dpa

Die meisten hatten einen tagelangen Fußmarsch hinter sich. Sie waren erschöpft und hungrig. Da die Flüchtlingslager voll waren, errichteten die Rohingya entlang der Straßen, an Berghängen und im Wald provisorische Unterkünfte aus Bambus und Kunststoffplanen.