Ankara bestellt iranischen Botschafter ein

In der Krise zwischen Saudi-Arabien und dem Iran verschlechtert sich auch das Verhältnis zwischen der Türkei und der Führung in Teheran. Das türkische Außenministerium bestellte den iranischen Botschafter ein, wie das Ministerium in Ankara in der Nacht zu Freitag mitteilte. Grund sind demnach Berichte offizieller iranischer Medien gewesen, die einen Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan… Ankara bestellt iranischen Botschafter ein weiterlesen

Während sich die Krise zwischen der Türkei und Russland nach dem Abschuss eines Kampfflugzeugs verschärft, sendet nun auch der Iran negative Signale in Richtung Türkei. Der östliche Nachbar positioniert sich auf Seiten Russlands und wendet sich von der Türkei ab. Einem Artikel der Zeitung Özgür Düşünce zufolge hat nun auch der Iran begonnen, Sanktionen gegen türkische Unternehmen zu verhängen. Er verweigert türkischen Firmen Zugang zu Messen im Land, die sich dort präsentieren und mit Partnern neue Geschäfte abschließen wollen. Demnach antworteten die iranischen Verantwortlichen türkischen Firmen, dass sie nicht kommen sollen und dass man mit ihnen keine Geschäfte wolle. Türkische Unternehmer hätten den neuen Wirtschaftsminister Mustala Elitaş über die Entwicklung informiert und er hätte Unterstützung zugesagt; was das Ministerium zur Lösung der Krise genau tun wolle bleibe allerdings sein Geheimnis.

Özgür Düşünce behauptet ferner, dass sich Russland und Iran auch in der Frage der Gasexporte abgesprochen hätten und koordiniert vorgehen wollten. So würden beide Partner  Gespräche mit China führen, um ihr Gas dorthin zu verkaufen, wodurch beide Länder den Ausfall des türkischen Marktes leichter verkraften könnten. Dabei trat das neue Handelsabkommen zwischen der Türkei und dem Iran erst Anfang 2015 in Kraft. Beide Länder hatten eine deutliche Zunahme des Handelsvolumens angepeilt, ihre Beziehungen schienen sich zum Besseren zu entwickeln. Recep Tayyip Erdoğan, damals noch Ministerpräsident der Türkei, sagte bei seinem Besuch im Iran im Januar 2014, dass er sich im Iran „wie in seinem zweiten Zuhause“ fühle.

Putin reist nach Teheran – Themen Syrien, IS und Assad

Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Montag zu Gesprächen mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani in Teheran eingetroffen. Es wird erwartet, dass beide Präsidenten vor allem über den Syrien-Konflikt und den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sprechen. Der Kremlchef soll auch Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei treffen. Anlass des Putin-Besuches ist… Putin reist nach Teheran – Themen Syrien, IS und Assad weiterlesen