Halbmond über Afrin

24.03.2018, Syrien, Afrin: Türkische Soldaten sitzen auf einem Panzerfahrzeug während einer von der türkischen Regierung organisierten Pressetour. Türkische Truppen und verbündete syrische Milizen hatten am vergangenen Wochenende die vor allem von Kurden bewohnte Region Afrin vollständig unter Kontrolle gebracht. Durch die türkische Offensive im Nordwesten Syriens sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 170 000 Menschen vertrieben worden. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Recep Tayyip Erdoğan feierte den Sieg über die Kurden in Afrin überschwänglich. Doch der Sieg ist vergiftet. Sein Handlungsspielraum limitiert, die Folgen nicht absehbar: Die Türkei muss nun für seine Kriegstreiberei harte Konsequenzen fürchten.

Afrin-Demonstranten stören Regierungs-Pressekonferenz

ARCHIV: Teilnehmer einer Kurden-Demo protestieren am 27.01.2018 in Köln (Nordrhein-Westfalen) gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien. Foto: Marius Becker/dpa

Fünf teils vermummte Demonstranten haben die Berliner Regierungs-Pressekonferenz unterbrochen. Sie riefen am Montag zu Beginn der Konferenz «Deutsche Panzer raus aus Kurdistan» und «Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt».

„Olivenzweig“ – 5000 Menschen fliehen aus Afrin

Türkische Soldaten nahe der syrischen Grenze. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Tausende Menschen sind auf der Flucht aus der Enklave Afrin. Trotzdem will Ankara die «Operation Olivenzweig» in Nordsyrien noch ausweiten. Das sorgt international für Besorgnis.

Türkische Militäroffensive: Linke will Regierungserklärung von Merkel

Ein deutscher Panzer der Marke Leopard 2A4 der türkischen Armee ist am 21.01.2018 in der Provinz Hatay, Türkei, auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua/dpa

Die Linke pocht auf eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der kommenden Woche. Angesichts des Einmarschs türkischer Streitkräfte in Afrin müsse Merkel ihre Türkei-Politik erklären, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Korte.