Halbmond über Afrin

24.03.2018, Syrien, Afrin: Türkische Soldaten sitzen auf einem Panzerfahrzeug während einer von der türkischen Regierung organisierten Pressetour. Türkische Truppen und verbündete syrische Milizen hatten am vergangenen Wochenende die vor allem von Kurden bewohnte Region Afrin vollständig unter Kontrolle gebracht. Durch die türkische Offensive im Nordwesten Syriens sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 170 000 Menschen vertrieben worden. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Recep Tayyip Erdoğan feierte den Sieg über die Kurden in Afrin überschwänglich. Doch der Sieg ist vergiftet. Sein Handlungsspielraum limitiert, die Folgen nicht absehbar: Die Türkei muss nun für seine Kriegstreiberei harte Konsequenzen fürchten.

Vor UN-Gebäude: Naki im Hungerstreik wegen Afrin

21.03.2018, Schweiz, Genf: Deniz Naki, Profi-Fußballer, steht vor dem UN-Gebäude. Naki ist mit etwa einem Dutzend Abgeordneten und Bürgermeistern aus der Türkei vor dem UN-Gebäude in Genf in einen Hungerstreik getreten. Foto: Christiane Oelrich/dpa

Der deutsche Fußballer Deniz Naki ist vor dem UN-Gebäude in Genf mit anderen Kurden im Hungerstreik. Sie protestieren gegen die türkische Militärintervention in Syrien. Die UN müssten mehr tun, fordern sie.

Nevruz: Zehntausende feiern in Diyarbakır

21.03.2018, Türkei, Diyarbakir: Kurdische Teilnehmer des zentralen Neujahrsfests "Newroz" in der südosttürkischen Metropole Diyarbakir. Foto: Can Merey/dpa

Vor dem Hintergrund der türkischen Offensive im nordwestsyrischen Afrin haben sich in der türkischen Metropole Diyarbakir Zehntausende zur Feier des kurdischen Neujahrsfests Newroz versammelt.

Syrien: Dramatische humanitäre Lage in Afrin und Ost-Ghuta

15.03.2018, Syrien, Douma: Kinder weinen in einem Fahrzeug vom Roten Kreuz in Syrien bei der Evakuierung aus der Rebellen-Region um Ost-Ghouta. Die Region hat in den vergangenen fast drei Wochen die schwersten Angriffe syrischer Regierungstruppen seit Beginn des Bürgerkrieges vor rund sieben Jahren erlebt. Foto: Samer Bouidani/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gleich in zwei Gebieten des Bürgerkriegslandes Syrien ist die Gewalt in den vergangenen Wochen eskaliert. Wieder sind Zehntausende auf der Flucht. Helfer können die notleidenden Menschen kaum versorgen.

Der aktuelle Stand nach türkischem Einmarsch in Afrin

18.03.2018, Syrien, Afrin: Ein türkischer und ein von der Türkei unterstützter Soldat der Freien Syrischen Armee (FSA) halten eine türkische und eine FSA-Flagge im Stadtzentrum. Die türkische Armee und mit ihr verbündete Rebellen haben nach Angaben von Staatspräsident Erdogan das Zentrum der nordwestsyrischen Stadt Afrin unter ihre Kontrolle gebracht. Die türkische Fahne und die der Freien Syrischen Armee (FSA) wehten nun in der Stadt Afrin, sagte Erdogan am Sonntag im westtürkischen Canakkale. Foto: Hasan Kirmizitas/DHA-Depo Photo/AP/dpa

Nach dem international umstrittenen Einmarsch der Türkei in Nordwestsyrien verkündet Erdogan nun seinen Erfolg: Das Zentrum der kurdischen Stadt Afrin ist unter Kontrolle türkischer Soldaten. Eine Bestätigung von kurdischer Seite blieb zunächst aus.

Millionenschwere Rüstungsexporte in die Türkei auch nach Beginn von „Operation Olivenzweig“

Ein Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2A7" in Munster (Niedersachsen). Foto: Philipp Schulze/dpa

Auch nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Syrien hat die Bundesregierung Rüstungslieferungen in Millionenhöhe an den Nato-Partner Türkei genehmigt.

Wissenschaftlicher Bundestags-Dienst: Operation Olivenzweig zweifelhaft

HANDOUT - 20.02.2018, Türkei, Ankara: Dieses vom Pressebüro des türkischen Präsidenten zur Verfügung gestellte Bild zeigt Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, der mit einem Olivenzweig in der Hand eine Rede hält. Der türkische Staatspräsident hat eine Belagerung der von kurdischen Milizen kontrollierte syrische Stadt Afrin angekündigt.Foto: Stf/Presidency Press Service/AP/dpa -

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Zweifel daran, dass die türkische Militäroffensive «Operation Olivenzweig» gegen die YPG im nordsyrischen Afrin mit dem Völkerrecht vereinbar ist.

Amnesty kritisiert YPG und TSK

Soldaten der Freien Syrischen Armee fahren am 21.01.2018 auf einer Straße in Kilis (Türkei) zur syrischen Grenze. Türkische Bodentruppen sind mit Unterstützung der Freien Syrischen Armee (FSA) in die von kurdischen Milizen kontrollierte Region Afrin in Syrien einmarschiert. Foto: Furkan Arslanoglu/Depo Photos/AP/dpa

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dem türkischen Militär in Syrien und in geringerem Maß auch der YPG Angriffe auf Zivilisten vorgeworfen.