NSU-Prozess: Schweigen statt stören

ARCHIV - Die Witwe des 2006 von der rechtsextremen Terrorzelle NSU ermordeten Mehmet Kubasik liegt am 24.09.2012 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) weinend auf einem Gedenkstein für ihren Ehemann. Foto: Bernd Thissen/dpa

Der NSU-Prozess geht heute weiter. Die Plädoyers der Nebenkläger haben begonnen. Beate Zschäpes Verteidiger versuchen, ihre Ausführungen zu stören. Sie sollten schweigen. 

NSU-Prozess: „Lebenslang“ wäre richtig und wichtig

Beate Zschäpe, das letzte überlebende Mitglied des NSU-Killer-Trios. Nun steht sie einer lebenslangen Haft bevor

Beate Zschäpe soll zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt werden. Das beantragte die Bundesanwaltschaft heute in ihrem Plädoyer im NSU-Prozess. Warum das ein wichtiges Zeichen wäre. Von STEFAN KREITEWOLF Für Beate Zschäpe gibt es keine mildernden Umstände: Zu dem Schluss kommt zumindest die Bundesanwaltschaft. Sie fordert für das letzte lebende Mitglied der Terrorgruppe des… NSU-Prozess: „Lebenslang“ wäre richtig und wichtig weiterlesen

Nicht nur im Osten gibt es Nazis

Nebenklagevertreter der Familie des getöteten Kiosk-Besitzers Mehmet Kubaşık vermuten, dass der NSU in Dortmund Unterstützer hatte.

Nebenklagevertreter der Familie des getöteten Mehmet Kubaşık vermuten, dass der sog. NSU in Dortmund Unterstützer hatte. Beweise gibt es dafür bislang keine. Doch warum tauchte ein stadtbekannter Neonazi kurz nach dem Auffliegen des NSU ab?

Zwei Jahre, keine Aufklärung

Keinen Meter vor, keinen Meter zurück: Nach nunmehr zwei Jahren sorgt der Prozess um die mutmaßliche Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) für Frust bei allen Beteiligten.

Keinen Meter vor, keinen Meter zurück: Nach nunmehr zwei Jahren sorgt der Prozess um die mutmaßliche Terrorgruppe (NSU) für Frust bei allen Beteiligten. Doch die Protagonistin sorgt für neue Hoffnung. (Foto: dpa)

Zschäpe will offenbar ihr Schweigen brechen

Der NSU-Prozess ist in dieser Woche weiter den Lebensumständen der Hauptangeklagten Beate Zschäpe auf der Spur. Ein ehemaliger Rechtsextremist beschrieb Zschäpe vor Gericht als „bauernschlau“ und „zickig“. Eine weitere zentrale Figur des rechtsextremen Terrors entlastete er.

Außer ihren Verteidigern und Psychologen kennt keiner ihre Stimme. Beate Zschäpe schweigt – besonders wenn es um die mutmaßlichen Verbrechen des NSU geht. Einem Therapeuten gestand sie nun, das Schweigen falle ihr immer schwerer. (Foto: dpa)