Ein halbes Jahr nach dem Putsch: „Säuberungen“ gehen unerbittlich weiter

Präsident Erdoğan hatte nach dem Putschversuch in der Türkei „Säuberungen“ im Staatsapparat angekündigt, über 100 000 Menschen verloren ihre Jobs, zehntausende wurden verhaftet. Ein halbes Jahr später ist immer noch kein Ende absehbar: Wieder verlieren Tausende ihre Jobs. Diesmal trifft es auch viele Akademiker, die einen Friedensaufruf gegen die Gewalt im Südosten der Türkei unterzeichneten.

Militär, Bildungswesen, Presse, Außenministerium: Die Wasserstandsmeldung der großen Säuberung

In der Türkei ist weiterhin eine riesige Säuberungswelle im Gange: Beinahe alle Bereiche des öffentlichen Lebens sind mittlerweile betroffen. Hunderttausende Schüler und Studenten wissen nicht, wie es mit ihrer Ausbildung weitergehen soll. Auch prominente Journalisten stehen auf der Abschussliste. Mehrere hat es schon getroffen.