Türkische Geheimdienstoperation: Sind Verhaftete Gülen-Anhänger noch im Kosovo?

Türkische Behörden ließen die Entführten (Kahraman Demirez, Mustafa Erdem, Hasan Hüseyin Günakan, Yusuf Karabina, Osman Karakaya und Cihan Özkan) nach der Entführung vor der türkischen Flagge fotografieren. Foto: MIT

Am Donnerstag waren sechs Türkeistämmige Menschen auf ungewöhnliche Art verhaftet worden. Wenig später sollen sie laut türkischen Medienberichten abgeschoben worden sein.

Illegale Verhaftung von Türken: Kosovos Premier entlässt Innenminister und Geheimdienstchef

Nach der umstrittenen Verhaftung und mutmaßlichen Auslieferung von sechs türkischen Staatsbürgern, hat der kosovarische Premierminister Ramush Haradinaj. Indes ist noch unklar, ob die Verhafteten tatsächlich an die Türkei ausgeliefert wurden.

Die neuen Gäste

ARCHIV - 15.03.2018, Bayern, Nürnberg: Außenansicht vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). (zu dpa "Für viele abgelehnte Asylbewerber lohnt sich die Klage" vom 23.03.2018) Foto: Daniel Karmann/dpa

Seit dem Putschversuch am 15. Juli 2016 gibt es immer mehr Flüchtlinge auch aus der Türkei. Unser Blogger hat einige von ihnen getroffen und erzählt seine Eindrücke. „Diese hochgebildeten Akademiker verdienen kein Asyl, sondern sollten die neuen willkommenen Gäste genannt werden“, so DTJ-Blogger Salih.

EU-Türkei-Gipfel: Kommt die Türkei in die EU?

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Dieses der bulgarischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild zeigt Recep Tayyip Erdogan (l-r), Präsident der Türkei, Boiko Borissow, der Ministerpräsident von Bulgarien, Donald Tusk, EU-Ratspräsident und Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, vor einem Treffen zwischen Erdogan und der EU. Trotz aller Spannungen mit Europa hat Erdogan die EU zur Wiederbelebung des eingefrorenen Beitrittsprozesses seines Landes aufgefordert. Vor dem EU-Türkei-Gipfel sagte Erdogan: «Auch heute ist eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union weiterhin ein strategisches Ziel.» Foto: Uncredited/Bulgarian Government Press Office/AP/dpa

Kommt die Türkei nun in die EU? Eher Nein, aber: Die Türkei will weiterhin in die EU. Das bekräftigte Recep Tayyip Erdoğan beim EU-Türkei-Gipfel. Trotz aller Differenzen hält der türkische Staatspräsident an diesem Ziel fest. Dass er dennoch mit harter Rhetorik auffiel, unterstreicht: Erdoğan agiert nicht als Bittsteller.  

EU-Türkei-Gipfel: Keine Lösungen

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Donald Tusk (l), EU-Ratspräsident, und Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, sprechen auf einer Pressekonferenz Nach dem EU-Spitzentreffen mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bleibt die EU-Perspektive des umstrittenen Beitrittskandidaten Türkei ungewiss. In zentralen Konfliktpunkten erzielten beide Seiten beim Gipfel am Montagabend im bulgarischen Schwarzmeerort Warna keine Annäherung. Foto: Petko Momchilov/ImpactPressGroup/dpa

Trotz der Spannungen mit Europa setzt der türkische Präsident Erdogan weiter auf einen EU-Beitritt seines Landes. Ratspräsident Tusk thematisiert beim Gipfeltreffen mit Erdogan in Warna dagegen vor allem Bedenken der EU – und zwar eine lange Liste davon.

Halbmond über Afrin

24.03.2018, Syrien, Afrin: Türkische Soldaten sitzen auf einem Panzerfahrzeug während einer von der türkischen Regierung organisierten Pressetour. Türkische Truppen und verbündete syrische Milizen hatten am vergangenen Wochenende die vor allem von Kurden bewohnte Region Afrin vollständig unter Kontrolle gebracht. Durch die türkische Offensive im Nordwesten Syriens sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 170 000 Menschen vertrieben worden. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Recep Tayyip Erdoğan feierte den Sieg über die Kurden in Afrin überschwänglich. Doch der Sieg ist vergiftet. Sein Handlungsspielraum limitiert, die Folgen nicht absehbar: Die Türkei muss nun für seine Kriegstreiberei harte Konsequenzen fürchten.