Erdoğans Ermächtigung

Foto: Kayhan Ozer/Pool Presidential Press Service/AP/dpa -

Er hat es mal wieder allen gezeigt: Recep Tayyip Erdoğan hat vorgezogene Neuwahlen angekündigt. Während seine Gegner panisch nach Kandidaten suchen, sitzt er fest im Sattel. Dennoch: Es ist die letzte Chance für Demokratie in der Türkei. Die Türken sind mittlerweile einiges gewohnt: Putsch, Terror, Krieg an den Grenzen und willkürliche Verhaftungen haben in dem… Erdoğans Ermächtigung weiterlesen

Immer wieder dieser Islam

ARCHIV - Muslime beten am 19.09.2014 beim Freitagsgebet in der Moschee Eyüp Sultan Camii in Ronnenberg in der Region Hannover (Niedersachsen). Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa "Regierungsfraktionen entscheiden über Islamvertrag" vom 09.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Moscheen, Kopftücher, Salafisten: Die Debatte um den Islam in Deutschland wird häufig mit Furcht und Feindbildern geführt. Warum treibt gestandene Politiker immer wieder die Frage um, ob der Islam zu Deutschland gehört?

EU-Türkei-Gipfel: Kommt die Türkei in die EU?

26.03.2018, Bulgarien, Warna: Dieses der bulgarischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild zeigt Recep Tayyip Erdogan (l-r), Präsident der Türkei, Boiko Borissow, der Ministerpräsident von Bulgarien, Donald Tusk, EU-Ratspräsident und Jean-Claude Juncker, Präsident der Europäischen Kommission, vor einem Treffen zwischen Erdogan und der EU. Trotz aller Spannungen mit Europa hat Erdogan die EU zur Wiederbelebung des eingefrorenen Beitrittsprozesses seines Landes aufgefordert. Vor dem EU-Türkei-Gipfel sagte Erdogan: «Auch heute ist eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union weiterhin ein strategisches Ziel.» Foto: Uncredited/Bulgarian Government Press Office/AP/dpa

Kommt die Türkei nun in die EU? Eher Nein, aber: Die Türkei will weiterhin in die EU. Das bekräftigte Recep Tayyip Erdoğan beim EU-Türkei-Gipfel. Trotz aller Differenzen hält der türkische Staatspräsident an diesem Ziel fest. Dass er dennoch mit harter Rhetorik auffiel, unterstreicht: Erdoğan agiert nicht als Bittsteller.  

Halbmond über Afrin

24.03.2018, Syrien, Afrin: Türkische Soldaten sitzen auf einem Panzerfahrzeug während einer von der türkischen Regierung organisierten Pressetour. Türkische Truppen und verbündete syrische Milizen hatten am vergangenen Wochenende die vor allem von Kurden bewohnte Region Afrin vollständig unter Kontrolle gebracht. Durch die türkische Offensive im Nordwesten Syriens sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 170 000 Menschen vertrieben worden. Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa

Recep Tayyip Erdoğan feierte den Sieg über die Kurden in Afrin überschwänglich. Doch der Sieg ist vergiftet. Sein Handlungsspielraum limitiert, die Folgen nicht absehbar: Die Türkei muss nun für seine Kriegstreiberei harte Konsequenzen fürchten.

German Angst

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt dem SPD-Vorsitzenden Martin Schulz am 24.09.2017 in Berlin vor einer Fernsehrunde der Parteivorsitzenden nach der Bundestagswahl die Hand. Foto: Gero Breloer/POOL AP/dpa

Union und SPD einigen sich auf eine neue Große Koalition. Eine Neuauflage der alten soll es nicht werden. Ob das gelingt, ist angesichts der ewiggleichen Gesichter aber mehr als fraglich. Das GroKo-Ergebnis zeigt: Die Deutschen sind ein Volk der Ängstlichen.

Die Kurden als ewige Verlierer

ARCHIV: Kurden feiern am 25.09.2017, nach der Schließung der Wahllokale für eine Referendum für einen unabhängigen kurdischen Staat, auf einer Straße in Erbil (Irak). Foto: Oliver Weiken/dpa

Atatürk, die Sowjetunion und nun die USA: Die Historie der Kurden im Nahen Osten ist eine Geschichte des Verrats. Der neue Krieg gegen die Kurden zeigt: Der Westen verrät die Kurden – wie immer.

Operation Olivenzweig: Wie verrückt es wirklich ist

Das Durcheinander in Afrin zu verstehen, ist nicht einfach. Im Norden Syriens treffen türkische Interessen auf kurdisches Unabhängigkeitsbestreben. Mittendrin: Die Zivilbevölkerung, radikale Milizen, die Freie Syrische Armee, Assad-Verbündete, Assad-Truppen, Russland und die USA. Der Versuch einer Erklärung.