Türkei: Ausnahmezustand soll verlängert werden – Sicherheitsrat berät

Archiv: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht zu seinen Anhängern am frühen 16.07.2017 vor dem Präsidentenpalast in Ankara bei der Einweihung eines Denkmals (Hintergrund) im Gedenken an die Opfer des gescheiterten Putschversuchs am 15.07.2016. Foto: Uncredited/Presidency Press Service POOL/dpa

Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei soll der Ausnahmezustand ein viertes Mal verlängert werden. Am Montag beraten zunächst der Nationale Sicherheitsrat und dann das Kabinett darüber, wie aus dem Programm des Präsidentenpalastes hervorgeht.

Erdogan fordert harte Bestrafung: „Köpfe abreißen, Guantanamo-Kleidung und Todesstrafe einführen“

ARCHIV: Der türkische Präsident Erdogan posiert flankiert von Offiziere in historischen Uniformen am frühen 16.07.2017 am Präsidentenpalast in Ankara vor dem Denkmal (M) zum Gedenken an die Opfer des gescheiterten Putschversuchs am 15.07.2016. Foto: Uncredited/Presidency Press Service POOL/dpa

«Diesen Verrätern werden wir zuerst die Köpfe abreißen» , so Staatspräsident Erdogan am Jahrestag des Putschversuchs.

Erdoğan gratuliert Anrufern mit automatischer Telefonnachricht

Der Präsident telefoniert mit: Zahlreiche Handynutzer in der Türkei bekamen bei Anrufen in der Nacht zu Sonntag vor ihrem gewünschten Gesprächspartner zunächst eine aufgezeichnete Nachricht von Recep Tayyip Erdoğan zum Jahrestag des Putschversuchs zu hören.

Chronologie der Türkei: Was ist seit dem Putschversuch passiert?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (M) und der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim (M.l) beten am 11.07.2017 in Istanbul (Türkei) am Grab eines der Opfer des Putschversuches vor einem Jahr. Ein Jahr nach der Niederschlagung des Putschversuchs in der Türkei haben im ganzen Land Gedenkveranstaltungen begonnen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Yildirim begannen das Gedenken am 11.07 mit dem Besuch eines «Märtyrerfriedhofs» im Istanbuler Stadtteil Edirne. Foto: Stf/Presidency Press Service/AP/dpa

Seit dem Putschversuch vor einem Jahr ist die Türkei nicht zur Ruhe gekommen. Eine Auswahl wichtiger Ereignisse:  15. Juli 2016: Teile des Militärs beginnen einen Putsch, der am Tag darauf niedergeschlagen wird. Präsident Recep Tayyip Erdoğan macht den in den USA lebenden Gelehrten Fethullah Gülen verantwortlich. 20. Juli: Erdoğan ruft den Ausnahmezustand aus, der am Tag darauf… Chronologie der Türkei: Was ist seit dem Putschversuch passiert? weiterlesen

Ein Jahr nach dem Putschversuch: Erdoğan auf dem Zenit der Macht

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Generalstabschef Hulusi Akar während einer Militärzeremonie.

 Vor einem Jahr wollten Putschisten Erdogan stürzen. Stattdessen ist der türkische Präsident heute mächtig wie nie. Den Jahrestag der Putsch-Niederschlagung inszeniert die Regierung als Fest der Demokratie – während die Opposition vor einer Diktatur warnt.

Erdoğan: „Ausnahmezustand sorgt für eine «komfortable und friedliche» Atmosphäre“

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan spricht am 12.07.2017 in Ankara (Türkei) anlässlich des bevorstehenden Jahrestag zum Putschversuch in der Türkei am 15.07.2016. Ein Jahr nach der Niederschlagung des Putschversuchs in der Türkei haben im ganzen Land Gedenkveranstaltungen begonnen. Foto: Kayhan Ozer/Presidency Press Service/AP/dpa

Erdoğan sagte vor den Investoren, der Ausnahmezustand sorge für eine «komfortable und friedliche» Atmosphäre